19.02.2003 | 00:00

NÖ Straßenmeistereien überlassen nichts dem Zufall

Genügend Salz eingelagert, Videoüberwachung

Die niederösterreichischen Straßenmeistereien sind bestens gerüstet: Wegen der Kälte und Straßenglätte ist derzeit die Salzstreuung der Arbeits-Schwerpunkt. Es wurden extra rund 30.000 Tonnen Auftausalz in Hallen und Salzsilos eingelagert. Auf Grund laufender Salzlieferungen gibt es keine Engpässe. Entlang der Räumstrecken wurden ebenfalls Salzsilos errichtet, an denen binnen kürzester Zeit Salz „nachgetankt“ werden kann. Die Silos fassen im Schnitt je 150 bis 200 m3 Salz.

Das häufigste verwendete Streusalz ist Natriumchlorid, ein Trockensalz, das auch als Steinsalz bekannt ist. Außerdem werden noch Calciumchlorid und Magnesiumchlorid eingesetzt. Das Salz verhindert das Anfrieren von Schnee und Eis an der Straßenoberfläche. Um zu wirken, müssen sich Salz und Schnee vermischen.

In den Straßenmeistereien wird nichts dem Zufall überlassen. Täglich liefern zwei Wetterprognosen des Meteorologischen Dienstes genaue Informationen über das zu erwartende Wetter. An besonders gefährlichen Stellen geben 42 Glatteiswarngeräte Auskunft über zu erwartende Straßenglätte. Zusätzlich sind 26 Videoüberwachungsanlagen installiert, die bewegte Bilder vom Straßenzustand in die Straßenmeistereien übertragen. Zudem nützen 50 Straßenmeistereien Online-Wetterinformationen von Radarsystemen. So können Wetteränderungen rechtzeitig erkannt werden. Wichtige Säule sind auch die Informationen vor Ort, die vom Streckendienst direkt in die Einsatzzentrale weitergegeben werden.

Die meisten Gefahren lauern für Autofahrer dort, wo sie nicht damit rechnen. Durch wechselnde Witterungseinflüsse und örtliche Gegebenheiten können sich die Straßenverhältnisse oft innerhalb weniger Meter ändern. Vor allem bei Brücken, Waldstrecken oder Mulden entlang von Bächen ist Vorsicht angesagt. Besonders heimtückisch ist der Eisregen. Innerhalb von zehn Minuten bildet sich auf Grund der tiefen Bodentemperaturen Glatteis. Dieses Problem kann man nur durch vorbeugende Salzstreuung in den Griff bekommen. Gegen Schneeverwehungen wurden auf freien Strecken rund 700 Kilometer Schneezäune aufgestellt. Das entspricht der Strecke Wien – Salzburg und zurück.


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