14.02.2003 | 00:00

Pröll und Onodi eröffneten VHS-Landesgeschäftsstelle

„Ein Herzstück der NÖ Bildungspolitik in St. Pölten angekommen“

Ein Herzstück der niederösterreichischen Bildungspolitik sei in St. Pölten angekommen, wertete Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern die Eröffnung der Landesgeschäftsstelle des Verbandes Niederösterreichischer Volkshochschulen in St. Pölten als Signal für die Landeshauptstadt und die Eigenständigkeit Niederösterreichs. Es handle sich um mehr als bloß die Übersiedlung von Wien, es sei ein weiterer Schritt zu mehr eigenständigem Profil und in Folge zu mehr Selbstbewusstsein und Erfolg.

Im raschen Wandel der Gesellschaft könnte nicht allen Herausforderungen in der Schule Rechnung getragen werden, der Erwachsenenbildung komme ebenso große Bedeutung beim Grundsatz „Wissen ist Macht“ zu. Entsprechendes Wissen jedes Einzelnen sei einer der entscheidenden Punkte, sich in einem größeren Konkurrenzfeld durchzusetzen und damit im europäischen Konzert die „erste Geige“ spielen zu können, so der Landeshauptmann weiter.

In vielem sei das Volkshochschul-Wesen „das Tüpfelchen auf dem i“, auf das es ankomme: sei es in der technisch-technologischen Schulung, in der Vermittlung von Allgemeinbildung als Basis für Weltoffenheit und -gewandtheit oder im Vermitteln von Sprachkenntnissen. Den Anfang der neunziger Jahre einsetzenden und mittlerweile abgeebbten Boom, slawische Sprachen zu lernen, gelte es, wieder anzukurbeln. Sprachkenntnisse seien enorm wichtig als Standortqualität: Die Menschen in den Beitrittsländern verhielten sich im Erlernen fremder Sprachen weit geschickter als umgekehrt, so Pröll abschließend.

Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi meinte, das Sprichwort „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ gehöre längst zu den Akten. Die Entwicklung der Gesellschaft verlange lebensbegleitendes Lernen, die Volkshochschulen böten dabei wesentliche Punkte an: vom Nachholen der Matura durch junge Mütter bis hin zur EDV für Senioren. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Volkshochschulen zeigten, dass sie gerne in Niederösterreich lebten und in ihren Gemeinden Verantwortung übernehmen.

Der Verband Niederösterreichischer Volkshochschulen, gegründet 1957, ist die Dachorganisation für 68 autonome Volkshochschulen im Land. In ihren Wurzeln geht die gesamte österreichische Erwachsenenbildung bis ins Jahr 1885 zurück, als der Lehrer Hans Hütter in Krems den „Allgemeinen niederösterreichischen Volksbildungsverein“ gründete. Im vergangenen Jahr wurden landesweit 5.972 Kurse abgehalten, die von 76.909 Teilnehmern, zu zwei Drittel weiblich, besucht wurden.


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