13.02.2003 | 00:00

Krankenhäuser Hainburg und Kittsee:

Erste „grenzüberschreitende Zusammenarbeit“

Die Krankenhäuser Hainburg in Niederösterreich und Kittsee im Burgenland sollen künftig „grenzüberschreitend“ zusammenarbeiten. Im Rahmen eines bisher in Österreich einzigartigen Modells gibt es für die Region einen gemeinsamen Versorgungsauftrag. Darauf einigten sich Niederösterreichs Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl und der burgenländische Landesrat Dr. Peter Rezar.

„Das nördliche Burgenland sowie die niederösterreichischen Bezirke Bruck an der Leitha und Gänserndorf umfassen ein Einzugsgebiet von rund 150.000 Menschen. Wir wollen nicht nur Synergien zwischen beiden Krankenhausstandorten finden und damit die Wirtschaftlichkeit erhöhen, sondern auch der Bevölkerung eine Verbesserung der medizinischen Versorgung bieten“, betonen Onodi und Niessl.

Die Sitzung der ersten Arbeitsgruppe findet bereits kommende Woche statt. Onodi: „Die Diskussionen im Gesundheitswesen fokussieren sich viel zu sehr auf Rechtsträgerschaften und Finanzierung. Was wir aber ebenso besonders im Auge behalten müssen, sind die Sicherstellung des Versorgungsauftrags, die Ausweitung des medizinischen Angebots und die Wahrnehmung weiterer Kooperationsmöglichkeiten.“

Mit dieser Zusammenarbeit soll ein österreichweit erstmaliges Vorzeigemodell verwirklicht werden, das auch Beispielwirkung für andere Bundesländer hat.

Für Onodi ist ein Krankenhaus das „Gesundheitszentrum“ einer Region, das in engster Kooperation mit anderen lokalen Einrichtungen und der Ärzte eine wichtige „Overhead-Funktion“ wahrnimmt.


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