30.01.2003 | 00:00

Pröll präsentierte Erweiterungsbau für Bühne im Hof

„Kultur braucht Luft zum Atmen“

Niederösterreich verfolge in seiner Kulturpolitik das Ziel, in der Emanzipation aus dem Schatten der Bundeshauptstadt und der Benachteiligung in den Zeiten des Eisernen Vorhanges eigenständiges Profil zu gewinnen, sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll gestern in St. Pölten bei der Präsentation des Erweiterungsbaus zur St. Pöltner Bühne im Hof.

Ein eigenständiges Gesicht führe zu mehr Selbstbewusstsein in Zeiten neuer Herausforderungen in einem größeren Europa. Heimatbewusstsein äußere sich nicht nur in „harten“ Wirtschaftsdaten, sondern basiere in erster Linie auf der Grundlage Geist und Kultur. Deshalb lege Niederösterreich besonderen Wert auf eine lebendige Kulturszenerie als Zukunftsmotor, sowohl im Zentralraum als auch in den Regionen des Landes, so der Landeshauptmann weiter.

Die Bühne im Hof, ein Kulturjuwel der Landeshauptstadt und die Heimstätte für Kleinkunst und Alternativkultur in Niederösterreich, sei seit 1993 beständig gewachsen und platze trotz der Erweiterung von seinerzeit 180 auf 450 Sitzplätze aus allen Nähten. Mit einer finanziellen Unterstützung von 1,5 Millionen Euro nehme das Land seine Verantwortung ernst, um durch den Ausbau die notwendige Infrastruktur und optimale Arbeitsbedingungen zu gewährleisten, so Pröll.

Kultur brauche „Luft zum Atmen“, nicht nur bei Großprojekten. Für künstlerische Qualität sei auch die entsprechende bauliche Substanz notwendig. Die Intendantin Mimi Wunderer habe hier in harter Arbeit mit Weitsicht und Kompetenz Unglaubliches geschaffen, die Bühne im Hof strahle weit über die Grenzen St. Pöltens und des Landes hinaus aus. Solcherart sei die Unterstützung des Landes ein Signal, dass dem Land die Belebung der Landeshauptstadt ein Anliegen sei und Kultur als zukunftsträchtiges und sinnvolles Angebot betrachtet werde.

Der Erweiterungsbau auf einer Grundstücksfläche von 464 Quadratmetern wird ein multifunktionelles Pausenfoyer für ca. 500 Personen, Lagerräume, Werkstätten, einen Proberaum, eine Seitenbühne, eine Publikumsgarderobe, Administrationsräume, das Kartenbüro, Sanitäranlagen, eine Küche etc. beinhalten. Der Spatenstich soll im März erfolgen, die Inbetriebnahme ist für Herbst vorgesehen.


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