27.01.2003 | 00:00

NÖ Arbeitsmarkt im Jahr 2002

Beschäftigtenstand gehalten, Arbeitslosigkeit gestiegen

Das schwache Wirtschaftswachstum des Jahres 2002 hat auch auf dem niederösterreichischen Arbeitsmarkt seinen Niederschlag gefunden. Durchschnittlich waren im Vorjahr 38.424 Personen arbeitslos, das entspricht einer Steigerung um 4.262 oder 12,5 Prozent. Die Entwicklung war damit etwas weniger ungünstig als im Bundesschnitt, österreichweit erhöhte sich die Arbeitslosigkeit um 14 Prozent. Mit durchschnittlich 520.789 unselbstständig Beschäftigten konnte der Stand des Jahres 2001 gehalten werden, allerdings ist die Zahl der „Aktiv-Beschäftigten“, also ohne Karenzgeld- und KindergeldbezieherInnen und Präsenzdiener, geringfügig, nämlich um 0,7 Prozent, zurückgegangen.

Während die Gesamtbeschäftigung bei den Männern um durchschnittlich 3.908 oder 1,3 Prozent auf 290.604 zurückging, gab es bei den Frauen einen Beschäftigungszuwachs um 3.932 oder 1,7 Prozent auf 230.185. Den deutlichsten Beschäftigungsrückgang – um 2,7 Prozent – verzeichnete die niederösterreichischen Baubranche. Weitere Bereiche mit gesunkenen Beschäftigungszahlen waren die Nachrichtenübermittlung, der Groß- und Einzelhandel, Gummi- und Kunststoffwaren, Textilien und Textilwaren, Be- und Verarbeitung von Holz sowie die öffentliche Verwaltung. Die wichtigsten Branchen mit gestiegenen Beschäftigtenzahlen waren das Gesundheits- und Sozialwesen, Interessenvertretungen und Vereine, der Bereich Lagerei, Spedition und Reisebüro sowie die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen.

Insgesamt waren in Niederösterreich 2002 128.663 Personen zum Teil auch mehrmals von der Arbeitslosigkeit betroffen, gegenüber 2001 bedeutet das eine leichte Steigerung um 837 Personen oder 0,7 Prozent. 140.376 konnten im vergangenen Jahr ihre Arbeitslosigkeit beenden, um 11.833 oder 9,2 Prozent mehr als im Jahr 2001. Erfreulich ist, dass es dem Arbeitsmarktservice NÖ trotz der schwierigen Situation gelungen ist, die Vermittlungsaktivitäten zu stärken. So konnte die Zahl der Arbeitsaufnahmen um 5.468 oder 8 Prozent auf 74.152 erhöht werden. Damit liegt Niederösterreich im Bundesländervergleich auf dem ersten Platz.

Stark angestiegen ist im Jahr 2002 die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen. Im Schnitt waren 6.077 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher zwischen 15 und 25 Jahren arbeitslos vorgemerkt, um 872 oder 16,8 Prozent mehr als 2001. Auch auf dem Lehrstellenmarkt hat sich die Situation gegenüber dem Jahr 2001 etwas verschlechtert. Das im Rahmen des Konjunkturpakets beschlossene Jugendqualifizierungsprogramm ist Mitte Oktober allerdings sehr gut angelaufen, und es gibt derzeit Anstrengungen, die Zahl der Plätze zu erhöhen.


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