23.01.2003 | 00:00

Veranstaltung über Nitratinformationsdienst im Tullnerfeld

Plank: Bodenproben führen zu Düngeempfehlung

In Atzelsdorf im Tullnerfeld wurden gestern von der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Bauern aus der Umgebung zu einer Auftaktveranstaltung mit Präsident Rudolf Schwarzböck und Agrar-Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank eingeladen. Thema war der Nitratinformationsdienst und seine Bedeutung für das Tullnerfeld. Dieses Projekt wird von der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer Interessenten angeboten und von der NÖ Landesregierung gefördert.

Bei diesem Nitratinformationsdienst werden Bodenproben entnommen, im Labor der mineralische Stickstoffgehalt bestimmt und das Ergebnis in eine Düngeempfehlung umgewandelt. Die Werte können über das Internet sowie über Fax-Abruf genutzt werden. Der Ertrag und die Qualität der Ernte lassen sich dadurch mit einem angewandten Grundwasserschutz vereinbaren, weil bei einer gesicherten Nitratversorgung der Kultur die Gefahr der Auswaschung in das Grundwasser minimiert wird.

Für Präsident Schwarzböck biete der Nitratinformationsdienst eine professionelle Möglichkeit, Umweltschutz und betriebswirtschaftliche Effizienz zu vereinen. Die Teilnahme an diesem Informationsdienst ermögliche den optimalen Einsatz von Düngemitteln und somit auch mehr Einkommen für die Landwirte. Mit den Veränderungen innerhalb der Europäischen Union kämen große Herausforderungen auf die Landwirtschaft zu. „Wir nehmen diese Herausforderungen aber gerne an“, so Schwarzböck.

Plank sprach über die Wasserwirtschaft und die notwendige gemeinsame Vorgangsweise mit der Landwirtschaft: „In den für die Wasserwirtschaft, besonders für die Trinkwasserversorgung wichtigen Grundwasserarealen Niederösterreichs, so auch im Tullnerfeld, wird seit Herbst 2001 zusätzlich ein speziell auf einen weitergehenden Gewässerschutz ausgelegtes Programm angeboten. An diesem ‚Programm für den vorsorgenden Gewässerschutz‘ nehmen niederösterreichweit bereits mehr als 50 Prozent der im Projektgebiet landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen bzw. ihre Besitzer oder Pächter teil. Im Marchfeld und im Tullnerfeld liegt diese Teilnahmequote noch deutlich höher.“ Das Projekt, das jetzt im nördlichen Tullnerfeld in Angriff genommen werde, sei für die Dauer von drei Jahren angelegt. Die gesamten Kosten würden rund 100.000 Euro betragen und zu mehr als 60 Prozent, so Plank, aus öffentlichen Mitteln finanziert.


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