14.01.2003 | 00:00

Kalter Jahresbeginn brachte nur mittlere Schadstoffbelastung

Keine Höchstwerte an Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid

Es ist spürbar wärmer geworden. In den nächsten Tagen werden mildere Lufttemperaturen dafür sorgen, dass das Heizbudget wieder etwas entlastet wird. Nach einem kalten Dezember hat sich der Winter auch seit Jahresbeginn von seiner grimmigen Seite gezeigt. Nach der klirrenden Kälte in der Silvesternacht und am Neujahrstag stieg zwar die Lufttemperatur am 3. und 4. Jänner in den Plusbereich, fiel dann aber wieder deutlich in den Keller. Auch die Statistik spricht eine deutliche Sprache. So beträgt das Zeitraummittel der Lufttemperatur vom 1. bis 12. Jänner an der Luftgütemessstelle in St. Pölten – 4,2 Grad. Im Vorjahr betrug dieser Wert für diesen Zeitraum + 0,7 Grad und im Jahr davor – 1,2 Grad. Das tiefste Temperaturmittel für diese ersten 12 Jännertage wurde an der Luftgütemessstelle Irnfritz (Ortsteil Rothweinsdorf) mit – 6,5 Grad beobachtet. Das höchste Temperaturmittel dieser Periode war mit – 2,2 Grad in Tulln. Noch frostiger wird es, führt man sich die Temperaturminima vor Augen. So wurde in St. Pölten in den ersten Jännertagen an der dortigen Luftgütemessstelle Werte von – 18,5 Grad gemessen. In den vergleichbaren Zeiträumen der Vorjahre waren es nur – 4,5 Grad und – 7,4 Grad.

Bei derartigen Temperaturen laufen naturgemäß die Heizungsanlagen auf Hochtouren. Damit erhöhen sich nicht nur die Heizkosten, sondern auch der Ausstoß von Abgasen und die Emission von Luftschadstoffen. Erfreulicherweise sind die Schadstoffimmissionen bei weitem nicht in dem Ausmaß gestiegen, wie die Lufttemperaturen gefallen sind. Der höchste SO2-Wert wurde mit 142 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft in Gänserndorf beobachtet. Der Grenzwert gemäß Immissionsschutzgesetz-Luft beträgt für SO2 200 Mikrogramm pro Kubikmeter. Das Weinviertel und der Osten Niederösterreichs waren mehr als die anderen Landesteile durch Schwefeldioxid betroffen, was offensichtlich einmal mehr auf einen Schadstoffimport aus Tschechien und der Slowakei hindeutet.

Auch die Belastung an Stickstoffdioxid (NO2) blieb an manchen Messstellen sogar unterhalb der Werte des Vorjahres. An einigen Stationen wurden Überschreitungen des sehr strengen Grenzwertes für den Feinstaub (PM10) von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter beobachtet. Allerdings werden gemäß dem Immissionsschutzgesetz-Luft bis 35 Überschreitungen dieses Grenzwertes pro Jahr toleriert. Die zahlreichen Feuerwerke zum Jahreswechsel hinterließen auch heuer wieder ihre Spuren auf den Staubmesskurven.

Das NÖ Luftgütemessnetz ist unabhängig von der Wetterentwicklung rund um die Uhr im Einsatz, um die Bevölkerung raschest über auffällige Immissionsereignisse informieren zu können. Die aktuellen Luftschadstoffwerte können über die Landeshomepage www.noe.gv.at abgefragt werden.


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