09.01.2003 | 00:00

Langzeitarbeitslose durchforsten Wälder um Stockerau

Land NÖ fördert Verein „Aktion Lebensraum Wald“

Die Wälder südlich von Stockerau und auch die Forste von landwirtschaftlichen Betrieben, die bis zu 70 Kilometer entfernt in den Bezirken Korneuburg, Hollabrunn, Gänserndorf, Mistelbach, St. Pölten, Tulln und Wien-Umgebung liegen, können von Langzeitarbeitslosen betreut und durchforstet werden. Die NÖ Landesregierung beschloss kürzlich, dem Verein für das „Forstprojekt Stockerau“ für das Jahr 2003 einen Zuschuss bis zu 73.866,60 Euro aus Mitteln des Arbeitnehmerförderungsfonds zu bewilligen.

Der Verein „Aktion Lebensraum Wald“ wurde 1988 mit dem Ziel gegründet, neue Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose zu schaffen, die notwendige Pflegemaßnahmen in der Forstwirtschaft durchführen. Langzeitarbeitslose mit massiven Schwierigkeiten bei der Einstellung sollen, so der Verein, befristet beschäftigt werden, um sie dann wieder – in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Geschäftsstellen des AMS Niederösterreich – in den regulären Arbeitsmarkt integrieren zu können. Die riesigen Waldgebiete südlich von Stockerau, die der Stadtgemeinde gehören, aber auch andere Gemeindewälder und jene der größeren Gutsbetriebe werden betreut, durchforstet und auch geschlägert. Die Transitarbeitskräfte verweilen bis zu einem Jahr in der Initiative. Die seit 2001 wegen der geänderten Situation des Arbeitsmarkts vorgeschriebene Aufnahme „schwächerer“ Zielgruppen hat zu keiner Qualitätsverminderung bei der Leistung geführt: Der angenommene Ertrag aus Eigenleistungen von 29.069 Euro in diesem Jahr war im Oktober 2002 bereits zu 83 Prozent erfüllt.

In dieser Initiative sind fünf Schlüsselkräfte angestellt, davon eine Teilzeitkraft im Büro des Vereins. 12 Transitarbeiter sind seit 2001 ständig beschäftigt, davon einer als Vorarbeiter, der zwei Jahre im Projekt verbleiben kann. Von den ausgeschiedenen Teilnehmern an diesem Projekt fand in den Vorjahren über die Hälfte ein dauerndes Dienstverhältnis am Arbeitsmarkt.


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