08.01.2003 | 00:00

LHStv. Prokop zur Entwicklung des Arbeitsmarktes in NÖ:

„Lassen bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit nicht locker!“

„Die anhaltende Konjunkturschwäche macht uns zweifellos auch in Niederösterreich zu schaffen. Fehlendes Wirtschaftswachstum kann auch die beste Beschäftigungspolitik nicht ersetzen“, erklärte gestern Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop in einer ersten Stellungnahme zur NÖ Arbeitsmarktsituation.

Niederösterreich habe die Situation stets sehr ernst genommen und frühzeitig gegenzusteuern versucht. „So laufen das für Niederösterreich im Rahmen des Konjunkturpakets beschlossene Jugendqualifizierungsprogramm und die Lehrgänge im Rahmen des Jugendausbildungssicherungsgesetzes (JASG) höchst erfolgreich. Erst Ende Oktober des Vorjahres gestartet, ist jetzt, zweieinhalb Monate später, rund die Hälfte der Plätze bereits vergeben. Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Ziel, bis Sommer 2003 insgesamt 2.142 jungen Menschen in Niederösterreich über Maßnahmen aus dem Sonderprogramm und des JASG einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zu beschaffen, erreichen werden“, betonte Prokop.

Schon jetzt sei eine spürbare Verbesserung zu erkennen. „Immerhin liegt Niederösterreich bei den vorgemerkten Arbeitslosen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren mit + 8,8 Prozent unter dem Österreich-Durchschnitt, der bei + 9,3 Prozent liegt. Auch bei den Arbeitslosen generell liegt Niederösterreich mit + 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr unter dem Bundesdurchschnitt (+ 5,6 Prozent). Was die offenen Lehrstellen anlangt, rangiert Niederösterreich mit einem Plus von 2,7 Prozent gegenüber 2001 hinter Vorarlberg an zweiter Stelle. Österreichweit ist hier ein Minus von 10 Prozent zu verzeichnen“, erläuterte Prokop.

Weitere Kraftanstrengungen seien zweifellos notwendig. „Nach dem tollen Start des Jugendqualifizierungsprogramms und der JASG-Lehrgänge bin ich zuversichtlich, dass die restlichen freien Plätze schon sehr bald vergeben sind. Zudem steckt in den Pflegeberufen ein enormes Wachstumspotenzial. Gemeinsam mit Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein arbeiten wir derzeit die entsprechenden Reformen aus“, so Prokop.

„Dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden, unterstreicht auch ein Bericht der EU-Kommission vom November des Vorjahres, der der österreichischen Arbeitsmarktpolitik ein gutes Zeugnis ausstellt. So werden gerade die territorialen Beschäftigungspakte, wie sie Niederösterreich seit langem praktiziert, ausdrücklich von der Kommission als Schlüssel zur Erschließung des regionalen Wachstumspotenzials anerkannt. Darüber hinaus weist Österreich im EU-Vergleich noch immer die drittniedrigste Arbeitslosen-Rate auf. Wir können uns als kleines Land von der Weltwirtschaft und den führenden Wirtschaftsmächten, insbesondere Deutschland, nur schwer abkoppeln. Angesichts der internationalen Entwicklungen schlagen wir uns jedoch recht beachtlich“, so Prokop abschließend.

Nähere Informationen: Mag. Werner Schwarz (Büro LHStv. Prokop), Telefon 02742/ 9005-12199, e-mail w.schwarz@noel.gv.at.


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