01.12.2003 | 14:38

Kinderbetreuung in Europa

Mikl-Leitner: Trendumkehr einleiten und von anderen lernen

„Das Thema Kinderbetreuungseinrichtungen ist kein theoretisches, sondern ein praktisches Thema, von dem alle Familien betroffen sind. Es ist wichtig, dazu auch unsere Nachbarn einzuladen. Denn wir möchten auch von anderen lernen und in Niederösterreich eine Trendumkehr einleiten“, meinte Landesrätin Mag. Johanna Mikl-Leitner heute anlässlich des ersten „Family-Forums“ mit dem Titel „Kinderbetreuung in Europa – ist Frankreich wirklich Klassenbester?“ im EVN-Forum in Maria Enzersdorf.

Im Zuge der Veranstaltung kamen mehrere Referenten zu Wort. So wurde ein Einblick in die Praxis der Kinderbetreuung in Frankreich, der Slowakei, Tschechien, Bayern und Niederösterreich gegeben. Der EU-Abgeordnete Mag. Othmar Karas betonte, dass es einhellige Forderung der EU sei, die Kinderbetreuungsplätze sowie deren Qualität generell anzuheben. Mag. Alexander Hanika von der Statistik Austria schließlich gab einen Überblick über die demografische Entwicklung Österreichs.

Im Vergleich zu Frankreich, wo die Fertilitätsrate bei 1,99 Kindern pro Frau liegt, bringen Frauen in Österreich durchschnittlich nur 1,4 Kinder zu Welt. In Niederösterreich liegt der Wert mit 1,31 Kindern pro Frau sogar noch darunter. Der EU-Durchschnitt beläuft sich hier auf 1,5 Kinder.

Die Geburtenrate ist in Niederösterreich seit den sechziger Jahren, wo sie bei 25.000 Geburten lag, auf 14.216 Geburten im Jahr 2002 zurückgegangen. Im rund 59,2 Millionen Einwohner zählenden Frankreich konnten im Jahr 2001 775.000 Geburten verzeichnet werden.

In Niederösterreich gibt es 1.027 Kindergärten mit 43.000 Kindern, 1.500 Tagesmütter mit 5.462 Kindern, 196 Horte mit 6.527 Kindern und 122 Tagesbetreuungseinrichtungen mit 2.170 Kindern. Abgesehen davon steht Eltern noch die Inanspruchnahme der„Mobilen Mamis“ und der „Flying Nannies“ zur Verfügung.

Im Rahmen der Familienpolitik hat das Land Niederösterreich auch den NÖ Familienpass hervorgebracht. Außerdem gibt es unter anderem eine Spielplatzförderung, das Spielplatzbüro, die Aktion Familienauto, die Familienurlaubsaktion, NÖ Partnerschaftstraining, die NÖ Elternschule, mediative Pädagogik und eine Dokumentenmappe für Neugeborene.

Weitere Informationen: Familienreferat der NÖ Landesregierung, Telefon 0274/9005-12600, e-mail: familienreferat@noel.gv.at.


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