26.11.2003 | 15:24

Sieger des Bewerbs „Idee plus“ der NÖ Dorf- und Stadterneuerung

Pröll: Signal gegen Identitätsverlust und für Gestaltung der Lebensräume

Im Landtagssitzungssaal des NÖ Landhauses in St. Pölten wurden heute die Gewinner des auf Initiative von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll von der NÖ Dorf- und Stadterneuerung erstmals landesweit durchgeführten Ideen- und Projektwettbewerbs „Idee plus“ ausgezeichnet.

„Wir erleben derzeit einen enormen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel, der sich in einem Höllentempo vollzieht. Das, was sich da abspielt, spielt sich nicht nur weltumspannend, sondern auch in unseren Dörfern ab“, meinte dabei der Landeshauptmann. Es bestehe die Aufgabe, die scheinbar Schwächsten zu den Stärksten zu machen. Der erste Schritt dahin sei, zu erkennen, welche Art von Wandel gut tue, und welche Art von Wandel kaputt mache. Der zweite Schritt sei, sich dem als gut Erkannten zu widmen. Der Übertitel für den Ideenwettbewerb – „Aufbruch zur Eigenständigkeit“ – sei ein Signal gegen den Identitätsverlust und ein Auftrag, mit Sensibilität Lebensräume zu gestalten. Man müsse dagegen ankämpfen, dass Stadt- und Dorfkerne leer bleiben und stattdessen an den Rändern Gebäude wie in Chicago oder New York aus dem Boden sprießen, so Pröll.

Insgesamt wurden bei dem Wettbewerb 214 Projekte eingereicht. Diese wurden in die fünf Kategorien „Bauen“, „Lebensqualität und Mitwelt“, „Jugend“, „Neue Medien“ und „Ganzheitlichkeit“ sowie der Chancengleichheit wegen in die beiden Gruppen „Unter 1.000 Einwohner“ und „Über 1.000 Einwohner“ eingeteilt. Die Einreichungen wurden nach ihrer Originalität, dem Grad der Bürgerbeteiligung sowie ihrer wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit von einer 14-köpfigen Jury bewertet.

In der Kategorie „Bauliche Projekte“ in Gemeinden unter 1.000 Einwohnern siegte das „Dorf- und Feuerwehrhaus“ Ringendorf. Bei den Gemeinden über 1.000 Einwohnern trug St. Leonhard am Hornerwald für sein „Lebendes Museum“ den Sieg davon. In der Kategorie „Lebensqualität und Mitwelt“ wurden das „Integrationslokal“ der Gemeinde Maria Ponsee (unter 1.000 Einwohner) bzw. die „Kraftarena“ in Groß Gerungs (über 1.000 Einwohner) zu den Siegern gekürt. In der Kategorie „Jugend“ gewannen das Projekt „Jugendtreff“ in der Gemeinde Greinbrunn (unter 1.000 Einwohner) und das Projekt „Theater Werkst@dt“ von Aspangberg/St. Peter (über 1.000 Einwohner).

Bei den „Neuen Medien“ war der Hanfthaler „Medien-Mix“ (unter 1.000 Einwohner) ebenso erfolgreich wie das Projekt „Internet-Breitbandfunkverbindung“ aus Senftenberg (über 1.000 Einwohner). In der Kategorie „Ganzheitlichkeit“, in der es keine Unterscheidung im Hinblick auf die Einwohnerzahl gab, war „Das ver-ruckte Dorf“ Herrnbaumgarten siegreich. Herrnbaumgarten wird das Land Niederösterreich daher 2004 beim Europäischen Dorferneuerungspreis vertreten. Die Sieger erhielten eine von der Drosendorfer Künstlerin Sabine Müller-Funk entworfene Glasskulptur.

Auf Grund der großen Beteiligung soll der Ideen- und Projektwettbewerb der NÖ Dorf- und Stadterneuerung von nun an alle zwei Jahre durchgeführt werden.

Weitere Informationen: Verband für Landes-, Regional- und Gemeindeentwicklung, 2020 Hollabrunn, Amtsgasse 9, Telefon 02952/4848, e-mail office@dorf-stadterneuerung.at.


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