07.11.2003 | 12:20

Neue Überflutungsgebiete für den Russbach

Plank eröffnete Retentionsraum in Schleinbach

Der Russbach erhält im Zuge von Rückbaumaßnahmen in Schleinbach und in Ulrichskirchen zwei neue Überflutungsgebiete. Der Retentionsraum in Schleinbach ist bereits fertiggestellt und wurde heute von Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank seiner Bestimmung übergeben. Das Becken in Ulrichskirchen wird 2004 fertiggestellt. Die Kosten für diese Baumaßnahmen betragen rund 730.000 Euro, die zu 90 Prozent gefördert werden (50 Prozent EU, 30 Prozent Bund, 20 Prozent Land NÖ), 10 Prozent der Kosten werden von den Russbach-Wasserverbänden getragen.

„Mit den Retentionsräumen erreichen wir zwei Ziele. Zum einen nimmt der Russbach wieder Gestalt an, zum anderen wird die Abflussspitze eines hundertjährigen Hochwassers um ein Viertel vermindert“, erklärte Plank bei der Eröffnung in Schleinbach.

Durch die Regulierung des Russbaches wurden in den vergangenen Jahrzehnten wertvolle Lebensräume zerstört oder stark beeinträchtigt. Viele Tier- und Pflanzenarten der Feuchtstandorte sind selten geworden oder gar nicht mehr vorhanden und sollen nun wieder eine Heimat am Russbach finden. In Schleinbach entstand durch Abtrag des rechtsufrigen Dammes und Verlegung des Bachbettes ein stark gewundenes Gewässerbett. Um die Eigendynamik und die strukturierenden Kräfte des Baches soweit wie möglich zu nützen, beschränken sich die Gestaltungsmaßnahmen im Bereich des Beckens auf Initialrückbauten. Durch die Schaffung ausgedehnter Land-Wasser-Übergangszonen, durch unterschiedliche Böschungsneigungen und Uferstrukturen und durch die Bepflanzung mit standortgerechten Gehölzen wird eine naturnahe Einbindung in die Umgebung erreicht. Die Flächen werden nur zu einem geringen Teil bepflanzt und bleiben großflächig der natürlichen Entwicklung überlassen. In Ulrichskirchen kann der Russbach durch Profilaufweitung innerhalb des zur Verfügung stehenden Raumes pendeln. Es entstehen unterschiedliche Wassertiefen, Gerinnungsverzweigungen und Inseln.


Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei. Diese ist zum Download nicht mehr verfügbar. Bitte wenden Sie sich an: presse@noel.gv.at

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
E-Mail: presse@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12163
Fax: 02742/9005-13550
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung