06.11.2003 | 10:14

Müllverbrennung in Niederösterreich

Trennen und Vermeiden bleiben oberste Ziele

Ab 2004 dürfen keine Abfälle mehr unbehandelt deponiert werden. Der niederösterreichische Rest- und Sperrmüll wird dann in der Verwertungsanlage in Zwentendorf verbrannt und für die Energiegewinnung im benachbarten Kraftwerk Dürnrohr genutzt. Für die niederösterreichische Bevölkerung ändere sich wenig, lediglich der Inhalt des Gelben Sackes, so Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka. So dürfen in Zukunft nur mehr Plastikflaschen und Metalldosen in den Gelben Sack geworfen werden. Der restliche Kunststoff wird dem Restmüll zugeführt.

„Auch in Zukunft bleiben die ‚Getrennte Sammlung‘ und die Abfallvermeidung die wichtigsten Eckpfeiler der niederösterreichischen Abfallstrategie. Denn nur durch Abfalltrennung können aus Altstoffen wieder neue Produkte werden“, so Sobotka.

Oberstes Ziel in Niederösterreich ist die Abfallvermeidung. Diese beginnt bei der Produktionsweise, beim Produkt und schlussendlich beim Kauf. Der Spruch „Sei gscheit‘ vermeid“ hat oberste Priorität, denn zur Abfallvermeidung kann jeder Bürger seinen Beitrag leisten“, so Sobotka. „Das Land Niederösterreich unterstützt seine Bürger durch zahlreiche Aktionen.“ Besonders auch durch die erfolgreiche NÖLI-Sammelaktion für Altspeiseöle. Bereits im ersten Jahr konnte durch die 500.000 NÖLI-Mehrwegkübel, die kostenlos an niederösterreichische Haushalte abgegeben werden, das Sammelergebnis auf ca. 770 Tonnen gesteigert werden. Das so gesammelte Altspeisefett wird zu umweltfreundlichem Biodiesel weiterverarbeitet.

Ebenfalls gut angenommen wird die niederösterreichweite E-Schrott-Sammlung: „Im Jahr 2002 wurden bereits 3,9 Kilogramm pro Einwohner gesammelt und damit beinahe schon die von der EU ab 2006 geforderten 4 Kilogramm pro Einwohner erreicht“, so Sobotka. Mit dem NÖ Weihnachtssack, von dem 2003 über 50.000 Stück verkauft wurden, und dem wieder verwendbaren Mehrwegbecher „NÖ Becher“, der 2004 flächendeckend in Niederösterreich gemeinsam mit der Wirte-Innung eingeführt wird, setzt Niederösterreich weitere Akzente.

Das Abfallaufkommen betrug 2002 in Niederösterreich 656.314 Tonnen oder 486,6 Kilogramm pro Einwohner, 366.000 Tonnen wurden davon getrennt, die Trennquote lag bei 56 Prozent und damit höher als im Bundesdurchschnitt (52 Prozent).

Alle aktuellen Abfalldaten sowie weitere Informationen zur NÖ Abfallwirtschaft unter www.noe.gv.at/umwelt/abfall.htm.


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