03.11.2003 | 14:54

Workshop zu nachhaltigen Technologien im großvolumigen Wohnbau

Prokop: Aktive Nachhaltigkeit als Basis für das Wohnen von morgen

Die NÖ Landesakademie, Bereich Umwelt und Energie, lud heute, Montag, im Landhaus in St. Pölten zu einem international ausgerichteten Workshop über „Nachhaltige Technologien im großvolumigen Wohnbau“. Nachhaltige Ansätze im Wohnbau stellen bekanntlich ein wichtiges Ziel der Wohnbauforschung in Niederösterreich dar.

Mit aktiver Nachhaltigkeit solle die Basis für ein menschliches, die Wirtschaft, die Umwelt und die Ressourcen schonendes Wohnen von morgen geschaffen werden, sagte dabei Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. Die Unterstützung von Wissenschaftern sei sowohl bei der Wohnbauforschung als auch bei der Umsetzung der gewonnenen Erkenntnisse – etwa der Solarforschung - eine absolute Notwendigkeit. Den internationalen Trend zur Nachhaltigkeit darf man nicht übersehen, zugleich müssten aber regionale Bedürfnisse berücksichtigt werden.

Der Direktor des Fraunhofer-Institutes für Bauphysik an der Universität Stuttgart, Univ.Prof. Dr. Karl Gertis, kam in seinem Vortrag „Globale Nachhaltigkeit – Wie gehen Industrie und Städte damit um?“ zu dem Schluss, dass die immer stärker global agierende Industrie mit der Nachhaltigkeit viel besser umgehe als die Kommunen, die sich nicht nur in den Entwicklungsländern zu „Armenhäusern“ und Slums entwickeln. Auch in hochentwickelten Ländern seien die Kommunen am Ende ihrer Finanzkraft angelangt und deshalb, so Gertis, unfähig, die großen Nachhaltigkeitsprobleme anzupacken.

Im Workshop beschäftigten sich zudem noch Univ. Prof. Dipl.Ing. Dr. Peter Maydl (TU Graz) mit dem Ziel und den Ergebnissen eines Gebäudebewertungsmodells und der Ermittlung des Ressourcenverbrauchs bzw. der Abschätzung der Auswirkungen auf die Umwelt in Herstellung, Nutzung und Entsorgung. Dr. Christian Rakos von der Energieverwertungsagentur folgerte in seinem Referat „Bioheat NÖ – Alternativenergie im großvolumigen Wohnbau“, dass die erneuerbaren Energien, besonders die Holzheizungen, im großvolumigen Wohnbau durchaus Sinn machten, weil sie zeitgemäß und langfristig versorgungssicher seien. Über 40 Bauträger hätten bereits solche Projekte realisiert, etwa bei einem Wohnbau in Kilb.


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