29.10.2003 | 11:11

Hospizenquete: Verstehen und verstanden werden

Prokop: NÖ bekennt sich zur aktiven Sterbebegleitung

„Der Tod gehört zum Leben wie die Geburt. Wir bekennen uns zu einer aktiven Sterbebegleitung, die nur mit einer guten Hospizbewegung möglich ist“, erklärte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop heute bei der Hospizenquete „Verstehen und verstanden werden“ in St. Pölten. Derzeit verfüge Niederösterreich über 22 anerkannte Hospizinitiativen, die flächendeckend arbeiten. In den sieben Versorgungsregionen sei es notwendig, ein dichtes Netz an Angeboten für Betroffene und Angehörige zu haben. Prokop: „Dazu gehört eine Palliativeinheit (umfassende Betreuung von unheilbar Kranken) in einem Krankenhaus, ein stationäres Hospiz in einem Pflegeheim und eine flächendeckende Betreuungsmöglichkeit zu Hause. Zudem sei derzeit der Versicherungsschutz für die ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Regionen in Planung.

Landesrat Emil Schabl meinte, es gehöre zur Kultur, wie man sich von Sterbenden verabschiede. Der Zugang zu palliativen Einrichtungen sollte selbstverständlich sein. Ein „Gründungsvater“ der Hospizbewegung in Österreich ist Kardinal Dr. Franz König. Er übermittelte in Form einer Großbotschaft die Bedeutung der Hospizbewegung: „Wo die Medizin endet, ist der Mensch am Zug.“ Der Landesverband Hospiz NÖ verabschiedete heute auch eine Resolution, in der beispielsweise gefordert wird, dass eine palliative Betreuung in allen Spitälern und Pflegeheimen notwendig ist. Organisiert wurde die Enquete vom Landesverband Hospiz NÖ. Im Rahmen der Tagung werden auch acht Workshops abgehalten.


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