15.10.2003 | 09:56

Kampf den Borkenkäfern

Land Niederösterreich fördert Forstschutzmaßnahmen

Die extremen Witterungsverhältnisse im heurigen Sommer mit einer langandauernden Dürreperiode und Höchsttemperaturen haben bei Fichten in vielen niederösterreichischen Wäldern zu großen Schäden durch Borkenkäfer geführt. Besonders die beiden gefährlichen Borkenkäferarten Kupferstecher und Buchdrucker konnten durch die für sie optimalen Wetterverhältnisse größtenteils drei bis vier Generationen entwickeln und dadurch die vorgeschwächten Fichten befallen und zum Absterben bringen. Darüber hinaus könnte vor allem im Frühjahr 2004 eine Massenvermehrung der Borkenkäfer drohen, da sich die klimatischen Extrembedingungen des heurigen Sommers auch im kommenden Jahr auswirken werden.

Die Aufarbeitung und die Abfuhr des Käferholzes aus dem Wald ist unbedingt sofort notwendig. Wichtig ist, die verbleibenden Äste und Wipfel unschädlich zu machen. Gerade dieses Material eignet sich nämlich optimal für Borkenkäfer als Winterquartier und als Brutmaterial. Das Material sollte rasch und sorgfältig gehäckselt oder gemulcht werden. Durch diese Zerkleinerung in kleinste Biomasseteilchen wird das verbleibende Stamm-, Ast- und Wipfelmaterial für Borkenkäfer zur Brut untauglich.

Um nun den betroffenen Waldbesitzern für diese eminent wichtige forsthygienische Maßnahme einen entsprechenden Anreiz zu bieten, wird vom Land Niederösterreich ab sofort für die Durchführung dieser Arbeiten eine finanzielle Unterstützung gewährt.

Genaue Auskünfte über die Förderungsabwicklung sowie fachliche Beratung und Informationen erhalten die Waldeigentümer bei den Bezirksforstinspektionen der zuständigen Bezirkshauptmannschaften sowie bei den Forstsekretären der Bezirksbauernkammern. Darüber hinaus steht auch der Forstschutzreferent der NÖ Landesforstdirektion für Auskünfte zur Verfügung (Dipl.Ing. Reinhard Hagen, Telefon 02742/9005-12959).

Vom NÖ Forstaufsichtsdienst wurde zudem ein Plakat zur Information über die Borkenkäferproblematik herausgebracht, das in den Gemeinden, Bezirkshauptmannschaften und Bezirksbauernkammern angeschlagen wird und so der Bevölkerung den Ernst der Situation und die Möglichkeit der Förderung anschaulich vor Augen führen soll.

Auskünfte und weitere Informationen: Dipl.Ing. Reinhard Hagen, Referent für Forstschutz und Forst–PR, NÖ Forstaufsichtsdienst, Amt der NÖ Landesregierung, Telefon 02742/9005-12959, 0664/372 03 82, e-mail reinhard.hagen@noel.gv.at.


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