07.10.2003 | 13:03

Land Niederösterreich forciert Sprachen der EU-Beitrittsländer

LH Pröll: Wollen damit Sprachbarrieren abbauen

In den Schulen Niederösterreichs werden nun verstärkt die Sprachen der EU-Beitrittsländer forciert. „Mit einer Sprachenoffensive wollen wir junge Leute motivieren, tschechisch, slowakisch oder ungarisch zu lernen“, betonte heute Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll in einem Pressegespräch in St. Pölten. Diese Sprachen werden in den Pflichtschulen sowie in den Allgemeinbildenden Höheren Schulen und in den Berufsbildenden Schulen als Wahlpflichtfach, als Freigegenstand oder als unverbindliche Übung angeboten. Pröll: „Unser Ziel ist es, innerhalb des nächsten Jahres das derzeitige Angebot von 30 Schulen auf 60 zu verdoppeln.“ Derzeit gibt es laut dem Amtsführenden Präsidenten des NÖ Landesschulrates, Hofrat Adolf Stricker, 934 Schüler an 33 Standorten in Niederösterreich, die tschechisch, slowakisch oder ungarisch erlernen. Dazu gibt es ein besonderes „Zuckerl“ für lernwillige Schüler: Wer sich bis Ende November für das Erlernen einer dieser Sprachen entscheidet, wird mit einer kostenlosen Ferienwoche im Sommer 2004 im Land der neuen Fremdsprache belohnt.

Für Landeshauptmann Pröll sind Fremdsprachenkenntnisse der Erweiterungsländer notwendig, um die Chancen der EU-Erweiterung optimal nutzen zu können. „Heute genau in 207 Tagen wird die europäische Gemeinschaft 25 Mitgliedsstaaten haben. Auch Sprachkenntnisse entscheiden dabei über Erfolg und Misserfolg dieser Erweiterung.“ Es gäbe bereits zahlreiche Unternehmen, die Fachkräfte mit entsprechenden Sprachkenntnissen suchen.

Das Erlernen slawischer Sprachen wird deshalb auch im Rahmen der Top-Stipendien unterstützt. Seit der Einführung der Top-Stipenden im Herbst 2001 wurden 2.070 Stipendien für zukunftsträchtige Studienrichtungen vergeben. Unter den 334 vergebenen Auslandsstipendien befänden sich jedoch nur 11, die ein Ostpraktikum gewählt haben, so Mag. Alberich Klinger von NÖ Landesakademie. Neben der Vergabe von Top-Stipendien für diese Studienrichtungen wolle man Schüler, Jugendliche und Studenten auch für EU-Austauschprogramme motivieren, so der Landeshauptmann. „Das Land Niederösterreich stellt für die Ausbildung in diesem Sprachenbereich jährlich 500.000 Euro zur Verfügung.“

Zur Sprachenoffensive wurde auch Folder aufgelegt, der an alle Schulen in Niederösterreich versandt wird. Informationen dazu sind auch beim NÖ Landesschulrat unter der Telefonnummer 02742/280-5031 (Wolfgang Juterschnig) sowie bei der NÖ Landesakademie unter der Telefonnummer 02742/294-17470 (Dr. Roswitha Straihammer), e-mail roswitha.straihammer@noe-lak.at bzw. unter www.topstipendien.noe-lak.at/fs_vw.html erhältlich.


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