07.10.2003 | 11:34

Ybbsmündung wird erweitert

Schabl: Ökosystem für Fische wird wieder hergestellt

Große Probleme für Fauna und Flora bringt oft die Nutzung von Gewässern zur Energiegewinnung. Durch ein Projekt der Vernetzung von Donau und Ybbs in der Wachau durch eine LIFE-Natur-Initiative soll nun die Situation vor allem für die heimischen Fischarten verbessert werden. Vom NÖ Landschaftsförderungsfonds wird das Projekt mit 80.000 Euro gefördert. „Als Naturschutzreferent kann ich dieses Projekt nur ausdrücklich begrüßen. Den Gewässern werden damit ihre alten ökologischen Gegebenheiten zurückgegeben“, sagte heute Naturschutz-Landesrat Emil Schabl zum von der NÖ Landesregierung getroffenen Entschluss.

Die Ybbsmündung liegt im Bereich der Stauwurzel des Kraftwerks Melk. Laut fischökologischen Untersuchungen sind hier große Potenziale für Verbesserungen, vor allem durch die Anlage von dynamischen Kieszonen und natürlichen Uferbereichen, vorhanden. Das Projekt kostet 676.500 Euro und sieht die Umgestaltung der Ybbsmündung durch die Ablöse rechtsufriger Grundstücke und die anschließende Aufweitung der Mündung vor. „Durch diese Maßnahmen wird den Fischen das Passieren der Donau erleichtert. Damit ist wieder eine verbesserte Verbindung vieler niederösterreichischer Alpenvorlandflüsse zur Donau gegeben“, meinte Schabl weiter. Zusätzlich wird auch durch die Errichtung einer Fischwanderhilfe der Austausch von Fischen zwischen der Wachau und dem Ybbsfluss wieder möglich gemacht, was sich auf die Entwicklung der Populationen günstig auswirkt.

„Funktionierende Ökosysteme sind die Grundlage einer intakten Natur“, argumentierte Schabl. „Jeder Schritt, die ursprünglichen Wanderbewegungen der Fische in den Flüssen wieder herzustellen, ist dazu ein wichtiger Beitrag. Ökosysteme in ihrer Komplexität reagieren oft schon auf kleine Veränderungen sehr positiv. Wir sind es unserer Natur einfach schuldig, sie zu schützen und alles in unserer Macht Stehende zu unternehmen, um die kleinen und größeren Bausünden der Vergangenheit wieder wettzumachen.“


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