06.10.2003 | 13:55

Landesweiter Aktionstag der NÖ Pensionisten- und Pflegeheime am 11. Oktober

Prokop: Heime haben sich zu offenen Häusern entwickelt

Bei einer Pressekonferenz im Landhaus in St. Pölten stellten heute Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, der NÖ Patienten- und Pflegeanwalt Dr. Gerald Bachinger und der Obmann der ARGE NÖ-Heime, Dir. Edgar Führer, den landesweiten Aktionstag vor. Am „Tag der offenen Tür“ am 11. Oktober beteiligen sich 60 Pensionisten- und Pflegeheime. „Unsere Heime haben sich in den letzten Jahren zu offenen Häusern entwickelt“, so Prokop, und seien zu Kommunikationszentren in den Gemeinden geworden, wo sich Angehörige, Vereine, ehrenamtliche Mitarbeiter und soziale Dienste treffen können.

Eine klare Abgrenzung nahm Prokop zu einzelnen Wiener Heimen vor. Es gebe auch in Niederösterreich immer wieder „vereinzelt Fehlleistungen“. Das hänge aber nicht damit zusammen, dass hier organisatorische Grundsatzfehler passieren. „Entscheidend ist, wie wir mit Beschwerden umgehen“, das unterscheide Niederösterreich von Zuständen in Wien. In Niederösterreichs Landes-Pensionisten- und Pflegeheimen habe man überschaubare Strukturen mit durchschnittlich 100 Betten und klare Verantwortungsbereiche. Zudem habe man in den letzten 15 Jahren durch Um- und Zubauten eine flächendeckende und bedarfsorientierte Standardverbesserung der Heime erreicht. Auch werde in Niederösterreich seit 1990 an der NÖ Landesakademie eine wissenschaftlich begleitende Altenforschung betrieben. Zudem seien die Einhaltung der Bewohnerrechte und der Abschluss von Heimverträgen im NÖ Sozialhilfegesetz 2000 und in der NÖ Pflegeheim-Verordnung 2002 verankert. Ganz entscheidend sei hier das rasche Reagieren auf Beschwerden. Dazu gebe es auch unangemeldete Überprüfungen. Auch habe man in den Landes-Pensionisten- und Pflegeheimen den Aufbau von Besuchsdiensten begonnen. Mittlerweile halte man bei 1.500 ehrenamtlichen Mitarbeitern.

190 systemisierte Diplom-Planposten seien in Niederösterreich im Heimsektor derzeit nicht besetzt, so Patienten- und Pflegeanwalt Bachinger. Einen Teil dieser Probleme habe man aber durch Aufschulungen beseitigt. Prokop betonte, das hier kein Pflegenotstand herrsche; ein Mangel an qualifiziertem Pflegepersonal würde nur in einigen Regionen des Landes bestehen.


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