15.09.2003 | 16:20

Vorbereitungen für Landesausstellung 2005

Kulturtouristische Infrastruktur am Heldenberg wird ausgebaut

Die NÖ Landesregierung beschloss kürzlich für das Euro Fit-Projekt „Ausbau Kulturhistorische Infrastruktur“ in der Gemeinde Heldenberg (Bezirk Hollabrunn) eine Regionalförderung. Die Investitionen – 5.299.850 Euro – werden im Hinblick auf die Landesausstellung 2005 in den Nebengebäuden des Schlosses Kleinwetzdorf an der B 4 und in der historischen Anlage am Heldenberg durchgeführt. Als Förderungen des Landes Niederösterreich sind insgesamt 3.558.637,50 Euro vorgesehen. Davon macht die Regionalförderung des Landes Niederösterreich 625.637,50 Euro aus. Dazu kommen noch EU-Fördermittel von 1.141.212,50 Euro. Dazu kommen Eigenmittel in der Höhe von 600.000 Euro.

Sowohl für die Landesausstellung als auch für die Nachnutzung sind umfassende Baumaßnahmen notwendig. Die Nebengebäude des Schlosses, also die Orangerie, der Meierhof und die Scheune, müssen saniert, der Innenhof muss überdacht werden. Die historische Anlage des Englischen Gartens wird zu einem Schaugarten umgebaut. Auch werden Besucherinfrastruktur-Anlagen geschaffen. Im Bereich der Nebengebäude des Schlosses Kleinwetzdorf soll neben einer Verkaufsstätte unter anderem auch der Verein Landschaftspark Schmidatal Platz finden.

Das Schloss Kleinwetzdorf in Heldenberg wurde von dem reich gewordenen Armeelieferanten Joseph Gottfried Pargfrieder 1833 bis 1841 zu einem klassizistisch-biedermeierlichen Landschlösschen inmitten eines romantischen Landschaftsparks verändert. Der unmittelbar benachbarte Heldenberg wurde ab 1849 als Gruftstätte für Pargfrieder, für Feldmarschall Joseph Graf von Radetzky und seinem Kollegen Wimpffen, aber auch als Ehrenhain der österreichischen Armee erbaut.

In unmittelbarer Nähe des Heldenbergs ist zudem die Errichtung einer Kreisgrabenanlage samt den Rekonstruktionen von vier neolithischen Häusern geplant. Diese Kreisgrabenlagen wurden vor rund 7000 Jahren von den steinzeitlichen Bauern des Weinviertels errichtet. Sie werden derzeit intensiv erforscht.


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