15.09.2003 | 10:20

Alte Mostbirnsorten werden gesucht

In Gießhübl werden alte Mostsorten gratis bestimmt

Der Verein „Neue alte Obstsorten“ bestimmt kostenlos traditionelle Sorten. Besonders unbekannte Mostbirnen werden für ein Forschungsprojekt gesucht. Die EU fördert das von Gerlinde Handlechner im Regionalmanagement NÖ Mitte-West betreute Vorhaben in einem dreijährigen LEADER+ Projekt. Die Sortenvielfalt soll so erhalten, wieder verfügbar gemacht und für die Zukunft dokumentiert werden.

Früher wurde ein Großteil der alten Sorten zur Erzeugung von Most und Essig, als Koch- und Dörrobst oder zu Speisezwecken verwendet. Zur Zeit sind weniger als 100 Mostbirnensorten – von insgesamt geschätzten 400 - im Mostviertel bekannt und dokumentiert. Die Raritäten kommen oft nur lokal und in geringen Stückzahlen vor. Die Überalterung der Obstbäume macht nun rasches Handeln notwendig, da in den nächsten Jahren einige Sorten unwiederbringlich verschwunden sein könnten.

Der Verein „Neue alte Obstsorten“ bemüht sich seit Jahren, die Raritäten in einem eigenen Sortenerhaltungsgarten in Gießhübl und an weiteren Standorten im Mostviertel wieder zu vermehren. Ein erstes Buch mit 59 Mostbirnensorten zeigt die bisherige Arbeit in anschaulicher Form und dient auch als Nachschlagewerk. „Die Mostbirnen. Die Früchte des Mostviertels“, so der Titel der Publikation, kann telefonisch im Regionalmanagement NÖ Mitte-West unter 07472/681 00 oder per e-mail unter office@mostviertel.at bezogen werden.

Sortenproben können bis Saisonende bei den Bezirksbauernkammern Melk, St. Pölten und Amstetten oder im Regionalmanagement NÖ Mitte-West in Gießhübl abgegeben werden. Auch mit der Post ist der Transport nach 3300 Amstetten, Gießhübl 7, möglich.

Weitere Informationen bei den Bezirksbauernkammern oder beim Verein „Neue alte Obstsorten“ unter der Telefonnummer 07472/681 00.


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