09.09.2003 | 13:45

Niederösterreich hat 6 Gesundheitsregionen

Sobotka: „Pionierleistung in Niederösterreich bereits abgeschlossen!“

Österreich soll künftig laut Plänen des Ministeriums für Gesundheit in 30 Gesundheitsregionen eingeteilt werden. Durch die bessere Abstimmung der Leistungen der Krankenhäuser sollen Einsparungsmöglichkeiten erzielt werden: Pro Region soll es künftig nur noch ein Schwerpunktkrankenhaus geben.

"Dieses Konzept ist sinnvoll, und deshalb haben wir es in Niederösterreich schon vor Jahren verwirklicht", betont Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka. Derzeit gebe es mit Horn, Mistelbach, Wiener Neustadt, Amstetten, St. Pölten und Krems sechs Schwerpunktkrankenhäuser. Die Gesundheitsregionen sind eingeteilt in Waldviertel, Weinviertel, Mostviertel, Zentralraum St. Pölten, südliches Industrieviertel und nördliches Industrieviertel. "Diese Struktur ist medizinisch wie finanziell optimal", erklärt Sobotka.

Niederösterreich habe hier Pionierarbeit geleistet, so Sobotka. Das sei auch der Grund, weshalb Niederösterreichs Krankenhäuser um 663 Millionen Euro ausgebaut und nicht geschlossen werden. In Niederösterreich würden die Spitäler sehr gut zusammenarbeiten und hätten ihre Spezialgebiete bereits festgelegt und bestens ausgebaut.

"Der Bevölkerung muss eine hervorragende medizinische Versorgung geboten werden. Jedes Krankenhaus muss innerhalb von 25 Minuten erreichbar sein", argumentiert Sobotka. Natürlich müsse das Gesundheitssystem auch strukturell erneuert werden. Sparpotenziale müssten ausgeschöpft, Doppelgleisigkeiten abgebaut werden. Dies geschehe in Niederösterreich seit Jahren konsequent.

Sobotka: "Ein effizientes Finanzierungssystem ist nur dann möglich, wenn Spital und niedergelassene Ärzte aus einem gemeinsamen Topf finanziert werden. Mit der Schaffung einer Landesgesundheitsagentur wird das möglich." Durch diesen Fonds, der bis Mitte nächsten Jahres in allen Bundesländern und auf Bundesebene ins Leben gerufen wird, könne man optimale Strukturen schaffen. Derzeit erfolgt die Finanzierung der öffentlichen Krankenanstalten durch den Bund, das Land Niederösterreich, die Gemeinden und den Hauptverband. Die niedergelassenen Ärzte werden hauptsächlich durch die Sozialversicherung finanziert.

Unter dem Schlagwort "Finanzierung aus einer Hand" soll ein regionales Gesundheitssystem geschaffen werden. "Notwendig dafür ist die Zusammenlegung der verschiedenen Entscheidungsgremien", erläutert Sobotka. Eine "Vorstudie" zur Gesundheitsversorgung in Niederösterreich wurde bereits abgeschlossen. Derzeit laufen darauf aufbauend vier Pilotprojekte und Arbeitskreise im Ministerium, bei denen Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte aus einem Topf finanziert werden. „Gemeinsam mit Ministerin Maria Rauch-Kallat werden wir die Landesgesundheitsagenturen bis nächstes Jahr umsetzen“, so Sobotka.


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