04.09.2003 | 15:12

Kampf den Borkenkäfern

Land Niederösterreich fördert Forstschutzmaßnahmen

Die extremen Witterungsverhältnisse des heurigen Sommers haben in vielen niederösterreichischen Wäldern zu großen Schäden durch Borkenkäfer an den Fichten geführt. Besonders die beiden gefährlichen Borkenkäferarten Kupferstecher und Buchdrucker konnten durch die für sie optimalen Wetterverhältnisse größtenteils 3 bis 4 Generationen entwickeln und dadurch in großen Mengen die durch Trockenheit und Hitze vorgeschwächten Fichten befallen und zum Absterben bringen. Etwa Mitte bis Ende September ist mit einem neuerlichen Befall der zumeist vierten Käfergeneration und damit mit weiteren Schäden zu rechnen. Darüber hinaus könnte vor allem im Frühjahr 2004 eine Massenvermehrung der Borkenkäfer drohen, da sich die klimatischen Extrembedingungen des heurigen Sommers auch noch in einer Schwächung der Fichten gegenüber Borkenkäfern im kommenden Jahr auswirken werden.

Neben der unbedingt notwendigen sofortigen Aufarbeitung und Abfuhr des Käferholzes aus dem Wald stellt die Unschädlichmachung des verbleibenden Ast- und Wipfelmaterials eine weitere wichtige Maßnahme zur Minimierung der Gefahr einer Massenvermehrung der Borkenkäfer im kommenden Frühjahr dar. Gerade dieses Material eignet sich für Borkenkäfer optimal als Winterquartier und Brutmaterial. Um somit diese Gefahrenquelle möglichst unschädlich zu machen, sollte dieses Material rasch und sorgfältig gehäckselt oder gemulcht werden. Durch diese Zerkleinerung wird das verbleibende Stamm-, Ast- und Wipfelmaterial brutuntauglich für Borkenkäfer.

Für die Waldbesitzer stellt diese äußerst arbeits-, zeit- und kostenintensive Maßnahme eine ungeliebte Arbeit dar, für die es darüber hinaus auch keinen Erlös gibt. Um den betroffenen Waldbesitzern für diese wichtige forsthygienische Maßnahme einen entsprechenden Anreiz zu bieten, wird vom Land Niederösterreich ab sofort für die Durchführung dieser Arbeiten eine finanzielle Unterstützung gewährt. Dank der Unterstützung durch Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank kann der NÖ Forstaufsichtsdienst den betroffenen Waldbesitzern Förderungen zukommen lassen.

Genaue Auskünfte über die Förderungsabwicklung sowie fachliche Beratung und Informationen erhalten die Waldeigentümer bei den Bezirksforstinspektionen der zuständigen Bezirkshauptmannschaften sowie bei den Forstsekretären der Bezirksbauernkammern. Darüber hinaus steht auch der Forstschutzreferent der NÖ Landesforstdirektion für Auskünfte zur Verfügung (Dipl.Ing. Reinhard Hagen, Telefon 02742/9005-12959).

Vom NÖ Forstaufsichtsdienst wurde auch ein Informationsplakat zur Borkenkäferproblematik herausgebracht, das in den Gemeinden, Bezirkshauptmannschaften und Bezirksbauernkammern zum Anschlag kommt.


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