03.09.2003 | 09:45

Enormer Ausbildungsbedarf in Pflegeberufen in den kommenden Jahren

Onodi: Rund 600 junge Menschen beginnen Ausbildung

Für rund 600 junge Menschen beginnt dieser Tage und auch im Frühjahr 2004 wieder die Ausbildung in Niederösterreichs Gesundheits- und Krankenpflegeschulen zu diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegern. Damit wurden die Ausbildungsplätze an den Schulen von ursprünglich 553 maßgeblich angehoben. Klarer Ausbildungsschwerpunkt ist der Süden Niederösterreichs mit dem Thermenklinikum sowie den Krankenhäusern in Wiener Neustadt und in Neunkirchen mit 180 Ausbildungsplätzen, gefolgt von der Region NÖ Mitte mit den Schulen in St. Pölten und in Tulln mit 119 Plätzen. Die Schulen im Waldviertel verfügen über 118 Ausbildungsplätze im ersten Schuljahr, gefolgt vom Weinviertel mit 100 und dem Mostviertel mit 60. Auch am zweiten Bildungsweg kann man diese Ausbildung absolvieren. Dafür sind 118 Ausbildungsplätze in ganz Niederösterreich geplant, wobei es hier auch eine sehr gute Kooperation mit dem Arbeitsmarktservice Niederösterreich gibt, das bereits in der Vergangenheit wertvolle finanzielle Unterstützung für die Lehrgangsteilnehmer leistete.

„Insgesamt können wir in Niederösterreich für die Jahre 2005 bis 2007 von einem Bedarf von rund 2.650 diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegern ausgehen“, so Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi. „Darin ist der zusätzliche Personalbedarf für private Pflegeeinrichtungen ebenso eingerechnet wie für die Spitäler und Heime. Mit den Bewerbungszahlen können wir ganz zufrieden sein. Insgesamt haben sich 803 junge Menschen um die Aufnahme in die Gesundheits- und Krankenpflegeschulen beworben, was für das große Interesse an diesem ‚Beruf mit Zukunft‘ spricht. Niederösterreich hat damit auf die steigenden Bedarfsprognosen reagiert, wobei wir sicher auch in Zukunft noch einige Maßnahmen zu treffen haben werden, um den jährlich steigenden Personalbedarf im Bereich der Pflege erfüllen zu können.“

Zusätzlich wird nun das Ausbildungskonzept in den Gesundheits- und Sozialberufen in Niederösterreich überarbeitet. Hier soll es zu einem umfassenden Modulkonzept kommen, das eine breite und durchlässige Ausbildung vom Heimhelfer, Pflegehelfer, Altenbetreuer, Behindertenbetreuer bis hin zum diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonal ermöglicht. Auch sollen Ausbildungsschienen, beispielsweise im Bereich der Fachhochschulen, geschaffen werden, um zusätzliche Ausbildungsplätze zu gewinnen. Zur Erleichterung für viele Schulabgänger soll die Problematik des 10. Schuljahres beseitigt werden. Bisher kann wegen der aktuellen Richtlinien die Aufnahme in Gesundheits- und Krankenpflegeschulen erst nach Absolvierung eines 10. Schuljahres, also mit 17 Jahren, erfolgen. „Damit können Hauptschulabsolventen und Aussteiger aus Allgemeinbildenden Höheren Schulen, ohne Verlust eines Schuljahres, sofort in ihre neue Ausbildung einsteigen. Damit wird die Attraktivität der Ausbildung sicher weiter erhöht, das ‚verlorene Jahr‘ wird bald der Vergangenheit angehören“, so Onodi.


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