06.08.2003 | 09:18

Niederösterreichische Abfalldaten 2002

Sobotka: NÖLI- und E-Schrott-Sammlung äußerst erfolgreich

Im Jahr 2002 fielen in Niederösterreich 199.504 Tonnen Restmüll, 62.984 Tonnen Sperrmüll, 124.677 Tonnen biogene Abfälle, 4.218 Tonnen Problemstoffe, 5.107 Tonnen E-Schrott und 231.945 Tonnen Altstoffe an. Zusätzlich musste die Menge von 27.969 Tonnen Sperrmüll entsorgt werden, die aus der Hochwasserkatastrophe im August resultierte. Das Gesamtabfallaufkommen betrug somit 656.314 Tonnen oder 486,6 Kilogramm pro Einwohner, die Trennquote lag bei ca. 56 Prozent.

Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka kann sich besonders über die äußerst erfolgreich angelaufene NÖLI-Sammelaktion für Altspeiseöle und -fette freuen: „Bereits im ersten Jahr konnte durch die NÖLI-Mehrwegkübel, die kostenlos an niederösterreichische Haushalte abgegeben werden, das Sammelergebnis um 33 Prozent auf ca. 770 Tonnen gesteigert werden.“ Das so gesammelte Altspeisefett wird zu umweltfreundlichem Biodiesel weiterverarbeitet.

Ebenfalls gut angenommen wird die E-Schrott-Sammlung: „Im Jahr 2002 wurden bereits 3,9 Kilogramm pro Einwohner gesammelt und damit beinahe schon die von der EU ab 2006 geforderten 4 Kilogramm pro Einwohner erreicht“, so Sobotka.

Mit dem Slogan „Sei g’scheit – vermeid‘!“ sollen die niederösterreichischen BürgerInnen motiviert werden, schon beim Einkauf auf abfallarme, langlebige und reparaturfähige Produkte zurückzugreifen. Das Land Niederösterreich und die NÖ Abfallverbände helfen bei der Abfallvermeidung mit Informationsmaterialien wie dem NÖ Reparaturführer oder Aktionen wie der „Mehrwegwindelförderung“.

Ab 2004 dürfen keine Abfälle mehr unbehandelt deponiert werden. Der Großteil des niederösterreichischen Rest- und Sperrmülls wird dann in der thermischen Verwertungsanlage in Zwentendorf/Dürnrohr verbrannt und für die Energiegewinnung im benachbarten Kraftwerk Dürnrohr genutzt. „Trotzdem bleibt die ‚Getrennte Sammlung‘ ein bedeutender Eckpfeiler der niederösterreichischen Abfallstrategie. Denn nur durch Abfalltrennung können aus Altstoffen wieder neue Produkte werden“, so Sobotka abschließend.

Alle aktuellen Abfalldaten sowie weitere Informationen zur NÖ Abfallwirtschaft findet man unter www.noe.gv.at/umwelt/abfall.htm.


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