08.07.2003 | 10:09

Auch in Niederösterreicht greift der Feuerbrand weiter um sich

Hochinfektiöse Pflanzenkrankenheit schwer zu bekämpfen

Der Feuerbrand, eine hochinfektiöse und schwer zu bekämpfende Krankheit verschiedener Obst- und Ziergehölze greift weiter um sich: Im vergangenen Jahr hat sich die Situation in den benachbarten Bundesländern verschärft. In Niederösterreich sind im Vorjahr 33 Feuerbrandfälle aufgetreten. Da diese Pflanzenseuche bei den Kernobstarten, vor allem bei den Birnensorten, sehr großen wirtschaftlichen Schaden anrichtet und zudem sehr leicht übertragbar ist, werden große Anstrengungen unternommen, die gefährdeten Pflanzen davor zu schützen.

Der Feuerbrand breitet sich durch eine Bakterienschleim-Tröpfcheninfektion, aber auch durch herumfliegende Insekten wie Wespen und Bienen aus. Die Verbreitung des Feuerbrands durch Menschen, welche die infizierten Bäume berühren, ist ebenfalls möglich. Die Bäume sterben relativ rasch ab: Der Bakterieninfektion folgt das Absterben von Blättern, bis die Krankheit auch den Stamm erreicht. Beim Feuerbrand bleiben übrigens die Blätter am Baum hängen. Für Menschen und Tiere droht aber keine Gefahr, so Dipl.Ing. Wolfgang Weigl von der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer in St. Pölten.

Wegen der Gefährlichkeit ist der Feuerbrand meldepflichtig. Die Meldung hat beim zuständigen Gemeindeamt zu erfolgen. Wenn der Verdacht begründet ist, wird ein Sachverständiger eingeschaltet, der Proben zieht, die dann untersucht werden. Nur durch eine Laboruntersuchung kann in Zweifelsfällen der Befall mit Feuerbrand eindeutig festgestellt werden. Wenn der Verdacht eindeutig bestätigt wurde, legt der Sachverständige die Bekämpfung – etwa Rodung oder Rückschnitt der Bäume – fest. Diese Bekämpfungsmaßnahmen werden ausschließlich von geschulten Personen des Maschinenringservices durchgeführt. Die Kosten werden von der Gemeinde, die Gebühren der Sachverständigen sowie die Aufwände der Rodetrupps vom Land Niederösterreich bezahlt.

Nähere Informationen: Dipl.Ing. Wolfgang Weigl, Telefon 02742/259-2601, Ing. Christian Haselberger, Telefon 02742/259-2603, NÖ Landes-Landwirtschaftskammer in St. Pölten.


Zu diesem Artikel gibt es eine unterstützende Audiodatei. Diese ist zum Download nicht mehr verfügbar. Bitte wenden Sie sich an: presse@noel.gv.at

RÜCKFRAGEHINWEIS

Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
Landesamtsdirektion - Pressedienst
E-Mail: presse@noel.gv.at
Tel: 02742/9005-12163
Fax: 02742/9005-13550
Landhausplatz 1
3109 St. Pölten
© 2017 Amt der NÖ Landesregierung