01.07.2003 | 11:53

Ausstellung "Schauplatz Eisener Vorhang" eröffnet

Pröll: "NÖ unterstützt das Friedensprojekt Europa"

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll eröffnete gestern im Renaissance-Schloss Weitra die Ausstellung "Schauplatz Eiserner Vorhang". Zum ersten Mal wird in Europa der Versuch unternommen, die geschichtliche und geografische Bedeutung des "Eisernen Vorhanges" in seiner gesamten Dimension darzustellen. “Daher ist die Eröffnung dieser Ausstellung eine Feierstunde, die Niederösterreich und die ganze Republik bewegt", erklärte Pröll. Ein Volk, das kein Interesse an seiner Geschichte habe, glaube auch nicht an die Zukunft. Pröll sagte, er habe Respekt vor jener Generation, die in der Grenzregion geblieben sei und aus dem Land an der "Toten Grenze" eine Vorzeigeregion geschaffen hat. Durch die EU-Erweiterung werde die Teilung Europas endgültig überwunden und Niederösterreich rücke wieder in die Mitte Europas. Niederösterreich dürfe nicht irgend ein Mitläufer sein, sondern ein Trendsetter, der das Friedensprojekt EU unterstütze. Pröll: "Die Dokumentation wird sich zu einem Mahnmal für Frieden und Toleranz entwickeln".

In der Ausstellung wird die 50-jährige Trennung Europas durch den "Eisernen Vorhang" dokumentiert. Tschechien und Österreich waren zwei der davon unmittelbar betroffenen Staaten. Die Regionen Oberes Waldviertel und Südböhmen sind von einer langen gemeinsamen Geschichte geprägt, in der über Jahrzehnte hinweg zwei ideologische Welten existierten und aufeinander prallten. Die Ausstellung ist täglich, außer Dienstag, von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Nähere Informationen: Verein zur Dokumentation der Zeitgeschichte, Telefon 02856/2856-5006.


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