17.06.2003 | 14:50

Spange Kittsee:

Pläne für Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht

Für die Autobahn A 6 Spange Kittsee wurden kürzlich die Planunterlagen für die Umweltverträglichkeitserklärung beim Verkehrsministerium eingereicht. Derzeit laufen die Rettungsgrabungen des Bundesdenkmalamts. Das Umweltverträglichkeitsprüfungs-(UVP)-Verfahren und die Behördenverfahren nach dem Naturschutz, Wasserrecht, Forstrecht etc. werden im Juli eingeleitet.

2004 sollen die Verfahren abgeschlossen und voraussichtlich auch die Rettungsgrabungen beendet sein. Von der 22 Kilometer langen Trasse liegen 6 Kilometer auf niederösterreichischem Gebiet .

Einige Arbeiten werden bereits für Frühsommer 2004 vorgezogen, so beispielsweise die Verlegung der B 50 als Landesstraße, die auf rund einem Kilometer Länge im Bereich der Hirschländerrinne begradigt wird. Erste Arbeiten an der Leithaquerung beginnen im vierten Quartal 2004, die weiteren Arbeitsschritte beginnen im Frühjahr 2005. Für Herbst 2007 ist die Verkehrsfreigabe geplant.

Nach mehreren Trassen- und Kosten/Nutzen-Untersuchungen sowie anderen Prüfungen zum Schutz der Umwelt haben die Planer nun die Umweltverträglichkeitserklärung abgegeben. In vielen Bürgerinformationsveranstaltungen haben Diskussionen und Gespräche mit Anrainern, Grundeigentümern und Gemeinden stattgefunden.

Für die gesamte Strecke wurde der Vollausbau geplant, also jeweils zwei Richtungsfahrbahnen mit baulicher Mitteltrennung und einem Abstellstreifen. Geplant sind auch vier Anschlussstellen, und zwar bei der A 4 Ost-Autobahn, bei Potzneusiedel, Gattendorf und Kittsee.

Für das Jahr 2020 sind Verkehrsmengen von 25.000 bis 30.000 Fahrzeugen prognostiziert. Die Gesamtkosten liegen bei ca. 172 Millionen Euro.

Insgesamt müssen auch 32 Brücken - Brücken der Autobahn A 6 sowie Überführungen und Grünbrücken – gebaut werden. Das Herzstück dabei ist die Querung der Leitha, die mit ihren Anlagerungen eine wesentliche ökologische Hauptachse im Raum der Parndorfer Platte und der Prellenkirchner Flur darstellt. Ziel der Projektierung war es daher, keine Beanspruchung und nachhaltige Beeinträchtigung des ökologisch sensiblen Bereichs der Leitha-Mäanderschlingen zu erreichen und den Talraum größtmöglich zu überspannen, um die Leitha-Au geringstmöglich zu beanspruchen.


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