16.06.2003 | 10:45

Mariahilfberg bei Gutenstein:

Erste Begehung des Galitzin-Weges

Gestern fand auf dem Mariahilfberg bei Gutenstein (Bezirk Wiener Neustadt) die erste Begehung eines religiösen Landschaftsgartens mit dem Namen “Galitzin” statt. Die “Gesellschaft der Freunde Gutensteins” hatte mit anderen Vereinen die Verpflichtung übernommen, diesen religiösen Landschaftsgarten – der einzige seiner Art in Österreich – und den Weg teilweise zu revitalisieren. Die Restaurierung des Weges mit seinen Kapellen, Höhlen und Marterln kostete bisher rund 16.200 Euro.

Im Vorjahr wurde die “Sieben-Väter-Kapelle” – sie erinnert an die sieben Gründer des Servitenordens - auf dem Mariahilfberg restauriert. Der Galitzin-Weg durchzieht den Wald auf dem Mariahilfberg. Derzeit wird die Einsiedlerhöhle renoviert. Zu sehen sind auch eine Magdalenengrotte, sieben Marien-Säulen und eine weitere Säule mit einem “Herrgott auf der Rast”.

Und wer war Galitzin, nach dem der Weg jetzt benannt wurde? Fürst Demeter Michailowitsch Galitzin war Ende des 18. Jahrhunderts nicht nur Gesandter und bevollmächtigter Minister des russischen Reiches in Wien, sondern auch ein Liebhaber der Gärten, der zur Pflege Gärtner und Arbeiter nach Gutenstein kommen ließ, um den Weg auf dem Mariahilfberg so zu verbreitern. Auch ließ er den Wald an Punkten, wo sich eine besonders schöne Aussicht darbietet, auslichten.


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