10.06.2003 | 11:21

NÖ Baustellenmanagement: Erfolge in der Unfallbilanz

LH Pröll: Großbaustellen sind um vieles sicherer geworden

Durch ein neu installiertes Baustellenmanagement herrscht auf den Großbaustellen der niederösterreichischen Autobahnen und Schnellstraßen eine neue Qualität bei Sicherheit und Abwicklung. Schnell und sicher bauen heißt die von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll vorgegebene Devise. „Durch ein ganzes Paket an Sicherheitsmaßnahmen sind die Großbaustellen um vieles sicherer geworden, was sich auch in der Unfallbilanz niederschlägt“, betont Pröll. So gab es in den bisherigen Gegenverkehrsbereichen keine Todesopfer zu beklagen.

Mitarbeiter des Baustellenmanagements beim NÖ Straßendienst checken für jede Autobahnbaustelle vorab den geeignetsten Beginn, untersuchen die zu erwartenden Verkehrsmengen, achten auf Dauer und Abfolge mit weiteren Baustellen. Baustellenlänge, Sperren von Anschlussstellen und sonstige Verkehrsbehinderungen sollen nur im unbedingt notwendigen Ausmaß bemessen werden, um den Verkehrsteilnehmern eine möglichst stressfreie und sichere Fahrt zu ermöglichen. So wird auch der Ferienbeginn in Nachbarländern berücksichtigt; die Baustellen werden, wenn notwendig, kurzfristig unterbrochen, um höhere Durchflussmengen zu gewährleisten. Auch die Sicherheit der Bauarbeiter ist ein besonderes Anliegen. Eine optimale Absicherung zur Baustelle ist hier notwendig.

Vor allem in den Gegenverkehrsbereichen haben die Unfälle dank der Mitteltrennung, der mobilen Tempoanzeigen, der gut gekennzeichneten Spurführungen und der durchgehenden Überwachung um die Hälfte abgenommen. Vor allem Kollisionen mit dem Gegenverkehr mit den oftmals fatalen Folgen konnten so weitgehend verhindert werden.

Insgesamt werden heuer auf der A 1 Westautobahn 25 Kilometer generalerneuert und dreispurig ausgebaut. Im Abschnitt St. Pölten-Loosdorf läuft bereits die Gegenverkehrführung, im Bereich Ludwigsdorf zwischen Amstetten West und Anschlussstelle Oed wird der Gegenverkehr mit sämtlichen Sicherheitseinrichtungen am 23. Juni eingerichtet. Der Ausbau zwischen St. Valentin und der Landesgrenze Oberösterreich kann ohne Gegenverkehr ablaufen. Untersuchungen haben gezeigt, dass durch den Ausbau der A 1 von zwei auf drei Fahrstreifen die Unfallhäufigkeit auf fast die Hälfte sinkt. Die Reduktion bei nasser Fahrbahn beträgt sogar zwei Drittel. Die deutlichste Abnahme erfolgt bei der Anzahl der Todesopfer: von 10 auf 1.

Auch die Bauarbeiten auf der A 2 Südautobahn laufen seit März auf vollen Touren. Hier wird die A 2 zwischen Guntramsdorf und Wiener Neudorf vierspurig ausgebaut. Die Arbeiten am Kollektor Mödling und am Knoten Vösendorf sind ebenso voll im Gang. Vor den wichtigsten Bauphasen werden Pläne und Zeiträume mit den Einsatzkräften Punkt für Punkt abgestimmt, um auch auf mögliche Einsatzfälle vorbereitet zu sein.


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