06.06.2003 | 12:29

Ausbau zur viergleisigen Westbahn

Für den Abschnitt Aschbach – Krenstetten sowie die Hauptarbeiten fertig

Der Ausbau des neuen Westbahnabschnitts Aschbach – Krenstetten schreitet voran. Heute wurde im Rahmen des Abschlusses der Hauptbauarbeiten die neu errichtete Gemeindestraßenunterführung bei der ehemaligen Eisenbahnkreuzung eröffnet. Dieses Vorhaben ist ein weiterer Lückenschluss beim Ausbau der Westbahn zur Viergleisigkeit.

Das Projekt beginnt im Osten im Ortsgebiet von Aschbach und schließt damit direkt an den Abschnitt Mauer an, der im Aufgabenbereich der ÖBB liegt. Er erstreckt sich über rund 8,2 Kilometer und mündet im Westen nach der Anbindung des Ortsteiles Krenstetten in den nächsten neuen Westbahn-Abschnitt St. Peter – Seitenstetten, der bereits 2001 fertiggestellt wurde. Im gesamten Streckenbereich wurden Eisenbahnkreuzungen aufgelassen und durch Straßenunterführungen ersetzt. Weiters wurden zahlreiche Brücken errichtet.

Unter Einbindung der Bundesstraßenverwaltung, der Landesstraßenverwaltung sowie der Gemeinden Aschbach und Biberbach wurde von der HL-AG ein neues Straßenverkehrskonzept erstellt und mit dem Streckenausbau die langersehnte Ortsumfahrung von Aschbach und Krenstetten geschaffen. Diese gewährleistet die Entlastung der Ortsgebiete vom Schwerverkehr und einen ordnungsgemäßen Verkehrsanschluss.

Für die Umfahrung Aschbach wurde u.a. bei der bestehenden Urlbrücke das Tragwerk verbreitert und der Linienführung der neuen Bundesstraße angepasst.

Die Westbahn - "Donauachse" wird zwischen Wien und Wels abschnittsweise durch Linienverbesserungen oder Neutrassierungen zur viergleisigen Hochleistungsstrecke ausgebaut. Bisher konnten von der HL-AG im Auftrag des Bundes in Niederösterreich rund 65 Kilometer der neuen Westbahn übergeben werden. Weitere Abschnitte sind in Planung bzw. in Bau.

Im Zeitraum von 2002 bis 2022 sind laut Generalverkehrsplan Investitionen der HL-AG von rund 4 Milliarden Euro geplant. Der Anteil der HL-AG-Projekte für den Schienenausbau in Niederösterreich umfasst für diesen Zeitraum rund 1,5 Milliarden Euro.

Der Bahnhof Aschbach wurde in eine unbesetzte Haltestelle umgewandelt und dient dem Regionalverkehr. Eine Fußgängerunterführung gewährleistet einen gleisfreien und überdachten Zugang zum Inselbahnsteig, der mit einer Wartekoje und einem Bahnsteigdach ausgestattet ist.

Die von vielen Schülern genutzte Haltestelle Krenstetten-Biberbach wurde mit einem Inselbahnsteig samt Bahnsteigdach und Wartekoje sowie überdachten Aufgängen mit gleisfreiem Zugang ausgestattet.

Im gesamten Streckenabschnitt wurden mehr als 3,5 Kilometer bahnseitig hochabsorbierende Lärmschutzwände errichtet. Bei höhergelegenen Gebäuden wurden zusätzlich Schallschutzfenster und Schalldämmlüfter gefördert.

Für die Umgestaltung der Zufahrt zum Betriebsgebäude und zur Park-and-ride-Anlage Aschbach sowie für die Errichtung der Fußgänger- und Pkw-Unterführung musste eine "Marienkapelle mit Jesuskind" versetzt werden. Sie wurde von der HL-AG renoviert und wird in unmittelbarer Nähe zum bisherigen Standort wieder errichtet. Das Projekt soll im heurigen Dezember fertig sein.


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