06.06.2003 | 09:59

Ozonvorwarnstufe wiederum nur knapp verfehlt

Höchste Ozonwerte in Klosterneuburg

Gestern, Donnerstag, 5. Juni, wurde die Ozonvorwarnstufe nur knapp verfehlt. Damit trat innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Mal eine markante Ozonepisode auf. Bekanntlich wurden schon am Samstag, 31. Mai, die Kriterien für die Auslösung der Ozonvorwarnstufe fast erreicht. Damals führte der Wetterumschwung am nachfolgenden Tag zu einer Absenkung der Ozonwerte.

Wie schon oft lag der Schwerpunkt der Ozonbelastung gestern im nordwestlichen Umland von Wien. Die höchsten Ozonwerte wurden in Klosterneuburg gemessen. Bereits um 14 Uhr kletterte der Halbstundenmittelwert auf den Höchstwert von 219 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Eine halbe Stunde später stieg auch der Dreistundenmittelwert auf 201 Mikrogramm und lag damit über dem Grenzwert der Ozonvorwarnstufe von 200 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Da allerdings keine zweite Messstation im Ozonüberwachungsgebiet 1, bestehend aus Wien, Niederösterreich sowie dem nördlichen und mittleren Burgenland, Werte über diesem Grenzwert lieferte, waren die Kriterien zur Ausrufung nicht gegeben. Einige Zeit war allerdings ungewiss, ob nicht auch die Messstation Stockerau den Grenzwert erreicht. Dort pendelte sich jedoch der höchste Ozondreistundenmittelwert bei 198 Mikrogramm ein. In Klosterneuburg stiegen die Dreistundenmittelwerte übrigens bis auf 206 Mikrogramm.

Am späteren Nachmittag verlagerte sich dann die Ozonwolke Richtung Westen und lieferte im Großraum Krems noch einige kurze Ozonspitzen über 200 Mikrogramm pro Kubikmeter. Die heutige Ozonbelastung wird vor allem davon abhängen, ob die prognostizierten Gewitter auftreten. Auch für das Pfingstwochenende ist – zunächst teilweise – mit hochsommerlichen Temperaturen und somit mit einem Anstieg der Ozonbelastung zu rechnen.

Der Ozonwarndienst des NÖ Luftgütemessnetzes mit seinen 30 Messstationen steht rund um die Uhr – auch an Wochenenden und Feiertagen - im Einsatz, um bei erhöhten Werten die Bevölkerung rasch informieren zu können. Bei Überschreitungen werden umgehend die Nachrichtendienste des ORF und anderer Sender informiert. Der Aufenthalt im Freien bei der Vorwarnstufe ist übrigens ebenso wie bei der zukünftigen Informationsstufe unbedenklich. Allerdings sollten empfindliche Personen wie Asthma- oder Herzkranke oder Kinder ungewohnte schwere Anstrengungen im Freien vermeiden.


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