04.06.2003 | 10:28

Knoten Vösendorf zu Pfingsten gesperrt

Webcams liefern Informationen über Verkehrssituation

Der größte Verkehrsknoten Österreichs, der Knoten Vösendorf, wird am kommenden Pfingstwochenende vom 6. bis 10. Juni wegen notwendiger Umbauarbeiten gesperrt. Die Autofahrer werden ersucht, den Konten Vösendorf entweder zu meiden, oder noch vor der Sperre Freitag Abend die Reise anzutreten. Unter www.a2bau.at übertragen sechs Webcams direkt Bilder von der Baustelle bzw. vom Verkehrsaufkommen. Auf dieser Seite findet sich auch eine dreidimensionale Darstellung der Baustelle. Informationen gibt es weiters auf der Homepage des Landes www.noe.gv.at und auf http://oe3.orf.at/.

Vor dem zu erwartenden Rückreisestrom am Dienstag nach Pfingsten sollen die Strecken wieder ungehindert befahrbar sein. Laut ASFINAG bietet sich das Pfingstwochenende für die Bauarbeiten an, da dafür drei Tage gebraucht werden. Sonst hätte der Knoten Vösendorf an zwei Wochenenden gesperrt werden müssen. Im Schnitt passieren 150.000 Fahrzeuge täglich diese Hauptverkehrsader.

Notwendig ist die Sperre, weil die künftige Anbindung der S 1 Wiener Außenring Schnellstraße an die A 2 Südautobahn und die A 21 Wiener Außenring-Autobahn den Bau neuer Verkehrsrelationen am Knoten Vösendorf erfordert. Dadurch soll sowohl die Verkehrssicherheit verbessert als auch die Leistungsfähigkeit im Verkehrsknoten gesteigert werden.

Ende Mai wurde mit der Absenkung der Südautobahn im Knotenbereich begonnen. Für den Abschnitt auf der Südautobahn werden provisorische Umleitungen geschaffen. Die Strecken Wien – A 21 (Richtung Linz) und A 21 (Richtung Graz) – bleiben aufrecht. Der Verkehr von der A 21 nach Wien und aus Graz zur A 21 muss über die Anschlussstellen Brunn am Gebirge und Mödling umgeleitet werden. Das Land Niederösterreich und die ASFINAG wollen durch ein optimales Baustellenmanagement und höchste Sicherheitsstandards einen raschen und unfallfreien Bauablauf erreichen. Der gesamte Verkehrsknoten muss bis zu 1,5 Meter abgesenkt und alle Brücken neu gebaut werden. Der Abbruch von Rampen mit einer Länge von 7 Kilometern und 9 Brückenobjekten ist notwendig. Ersetzt werden die Anbindungen von der A 21 und S 1 durch 10 Kilometer neue Rampen und 6 Kilometer Kollektorspuren. Dazu ist die Errichtung von 10 neuen Brücken erforderlich. Umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen gehen Hand in Hand mit dem Straßenbau.


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