04.06.2003 | 10:13

Fischer-Deponie: Seit Räumungsbeginn 8.400 Fässer geborgen

588.000 Tonnen Abfälle geräumt und auf Deponien geführt

Vom 26. August 2002 bis Ende Mai 2003 wurden aus der Fischer-Deponie in Theresienfeld bei Wiener Neustadt 588.000 Tonnen Abfälle geräumt. Aus dieser Grube fahren täglich rund 150 Lkw-Fuhren 25 bis 30 Abfallentsorgungsanlagen an. Bis Ende Mai 2003 erfolgten rund 24.500 Lkw-Fahrten. Unter den Abfällen befanden sich auch etwa 8.400 Fässer. Zum Teil waren diese Gebinde nur mehr Fassfragmente. Ihre Inhalte waren im wesentlichen Destillationsrückstände und Lackreste flüssig-pastöser bis fester Zusammensetzung. Diese Fässer und Fassfragmente werden zu den Entsorgungsbetrieben Simmering geführt.

In der Fischer-Deponie waren zu Beginn der Räumungsarbeiten etwa 840.000 Tonnen Abfälle, die bis zum Spätherbst 2003 auf behördlich genehmigte Deponien gebracht werden sollen. Für die Bergung des kontaminierten Untergrunds und die Rekultivierung sind weitere zwei Jahre vorgesehen.

Zur Optimierung der Entsorgungskosten, die mit rund 140 Millionen Euro beziffert werden, wurden und werden Abfallgemische aus mineralischen Feinanteilen und hausmüllähnlichen Leichtfraktionen bei der Räumung und in den Vorhalteboxen mit einem Gitterlöffel getrennt. Dadurch wird der Anteil des mineralischen Abfalls erhöht, was wiederum die Entsorgungskosten verringert.

Eine auf die Räumung zurückgehende Beeinflussung der Grundwasserverhältnisse wurde seit Beginn der Arbeiten nicht festgestellt. Derzeit ist der Grundwasserspiegel weiterhin leicht fallend und liegt unter der vermuteten Deponiesohle.


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