12.12.2002 | 00:00

Podiumsdiskussion zur Siedlungswasserwirtschaft

Plank: Strategische Verantwortung nicht aus der Hand geben

Fragen der Siedlungswasserwirtschaft und die Rolle der öffentlichen Hand in diesem Bereich standen gestern Abend im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion im St. Pöltner ORF-Landesstudio, an der Politiker und Experten teilnahmen. Um den guten Standard in der Wasserwirtschaft – Ver- und Entsorgung – halten zu können, sind bis 2012 österreichweit rund 11 Milliarden Euro zu investieren. Vor allem im ländlichen Raum mit seiner dünnen Besiedlungsstruktur gibt es Probleme mit der Finanzierung von Kanal- und Abwasseranlagen. Hier wäre eine finanzielle Beteiligung von privaten Partnern unter bestimmten Voraussetzungen denkbar. „Es muss dabei gesichert sein“, wie Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank betonte, „dass die strategische Verantwortung nicht aus der Hand gegeben wird.“

Einen Ausverkauf an Wasser werde es nicht geben. Niederösterreich sei in der guten Lage, über genug Wasservorräte zu verfügen. Die Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ gutem Wasser sei jederzeit auch für die Zukunft gesichert. Zum Teil gebe es in der regionalen Versorgung Unterschiede, die aber im Ernstfall regional ausgeglichen werden könnten. Um die Qualität des Wassers auch in den nächsten Jahren sicherzustellen, liege der Schwerpunkt bei Erhaltung und Sanierung.

In Niederösterreich sind derzeit 83 Prozent der Haushalte und Betriebe an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen. Der Anschlussgrad soll in den nächsten Jahren um weitere 12 Prozent auf insgesamt 95 Prozent erhöht werden; 5 Prozent sind auf Grund der ländlichen Infrastruktur nicht anschließbar.


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