11.12.2002 | 00:00

Umfangreicher Versorgungsauftrag des KH Amstetten

Onodi: Kosten auf 89,11 Millionen Euro angewachsen

Beim Bauvorhaben am Krankenhaus Amstetten haben sich Änderungen des vorgegebenen medizinischen Versorgungsauftrages und der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie massive technologische Fortschritte vor allem im Bereich der medizinischen EDV, der Medizintechnik und der Kommunikationstechnologien ergeben. Das macht eine Aufstockung der geplanten Kosten erforderlich. „Für den dritten Bauabschnitt des Gesamtausbaus inklusive Akut-Neurologie mit einer Magnetresonanz-Anlage haben sich die Kosten um 20.852.656 Euro erhöht“, sagte Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi. „Bei einem Umbau ist es überaus wichtig, zukunftsweisend zu denken und zu planen. Zeigt sich im Verlauf der Arbeiten, dass sich die Anforderungen geändert haben, dann müssen wir die weiteren Maßnahmen anpassen. Dies ist uns mit dieser Erweiterung gelungen“, meinte Onodi.

Die erforderliche Erhöhung der Gesamtkosten resultiert aus der Einbeziehung der Akut-Neurologie inklusive Stroke Unit und der Magnetresonanz-Anlage, den Funktionen Labormedizin und pathologisches Labor, dem Zu- und Umbau des bestehenden Chirurgiegebäudes und Zusatzmaßnahmen. Das Chirurgiegebäude wird nach dem Umbau die Bereiche Kinderheilkunde, Untersuchung, Behandlung und Pflege, Notfallversorgung, Aufnahmestation, Tagesklinik, Labormedizin und pathologisches Labor beherbergen. „Die NÖ Landesregierung hat den 60-prozentigen Landesbeitrag für die aufgestockten Gesamtkosten von 89,11 Millionen Euro des dritten Bauabschnitts zugesichert“, argumentierte Onodi. „Die Labormedizin benötigte ein neues Institut, und im pathologischen Labor wurde aus hygienischen und kapazitiven Gründen eine Erweiterung notwendig. Von vier vorgeschlagenen Varianten wählten die Experten die beste aus. Gerade diese Bereiche sind für die Diagnostik und für die beste Therapie von hoher Bedeutung. Mit den nun abgeänderten Baumaßnahmen entstehen Funktionseinheiten, die auch in Zukunft den veränderten Anforderungen gerecht werden“, begrüßte Onodi die nun geplanten Erweiterungen.

Gerade der geplanten Neurologieabteilung mit einem Schwerpunkt auf der Behandlung von Schlaganfallpatienten maß Onodi hohe Bedeutung zu: „Folgeschäden können bei zeitgerechter und auf dem neuesten Stand der medizinischen Forschung basierender Therapien so gering wie möglich gehalten werden. Auch die in der Akutphase hohe Sterblichkeit kann wesentlich gesenkt werden. Mit den nun entstehenden überwachungsintensiven Betten inklusive der vier Stroke Unit-Betten kann in Verbindung mit der benachbarten Intensivstation eine schnelle und zielgerichtete Therapie einsetzen.“


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