03.12.2002 | 00:00

Heimische Bachforelle soll wieder angesiedelt werden

Zwei-Länder-Programm im Planungsstadium

„Viele lokale und regionale Formen und Unterarten der Bachforelle sind akut vom Aussterben bedroht. Sie sind durch jahrzehntelange Besatzmaßnahmen mit nicht-autochthonen Setzlingen aus den meisten Gewässern verdrängt“, erläuterte heute Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi. „Derzeit befindet sich aber ein Projekt in Planung, bei dem wir gemeinsam mit unseren nördlichen Nachbarn, der Republik Tschechien, die Bachforelle vor dem Aussterben schützen und ihren Weiterbestand sichern wollen.“ Ziel ist die systematische Erfassung der genetischen Struktur von Bachforellen und das Aufspüren noch vorhandener Populationen, dann werden geeignete Mutterfische gefangen und Brütlinge aufgezogen. So sollen gezielte Besatzmaßnahmen mit den nachgezüchteten autochthonen Bachforellen den Besatz der heimischen Bäche für die Zukunft sichern.

Der Start des Projekts soll im Frühling 2003 erfolgen, die Gesamtkosten werden mit 8.000 Euro voranschlagt. „Durch die Kooperation mit unseren tschechischen Nachbarn bietet die Wiederansiedlung der Bachforellen auch die Möglichkeit, die naturschutzrelevanten Vernetzungen zwischen den Ländern zu verbessern. Dies ist ein wichtiger Beitrag für die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Umwelt- und Naturschutzstandards“, hob Onodi die wesentlichen Aspekte des Projekts hervor.


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