29.11.2002 | 00:00

„Verkehrsspargemeinde“ Langenlois

Pilotprojekt mit eindrucksvoller Bilanz

Seit vier Jahren ist Langenlois „Verkehrsspargemeinde“. Durch ein ganzes Bündel bewusstseinsbildender Maßnahmen sollte die Bevölkerung motiviert werden, das Auto stehen zu lassen. Das Pilotprojekt umfasste die Schwerpunkte „Radfahren“, „Radfahren und Zu-Fuß-Gehen“, „öffentlicher Verkehr“ sowie „betriebliches und schulisches Verkehrssparen“. Wie gut dieses Unterfangen gelungen ist, zeigte sich gestern bei einem Kongress in Langenlois, bei dem die Ergebnisse präsentiert wurden: So konnte der Anteil der Autofahrten von 63 auf 54 Prozent gesenkt werden. Der Anteil der Radfahrer stieg hingegen von 3 auf 14 Prozent. 1998 legten die Langenloiser noch insgesamt 158.000 Kilometer mit dem Auto zurück, 2002 waren es nur mehr 152.000 Kilometer. Der CO2-Ausstoß konnte von 33 auf 31 Tonnen vermindert werden.

„Der Individualverkehr muss im Sinne des Klimabündnisses unbedingt eingedämmt werden“, betonte Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka. Daher müssten entsprechende Projekte ökologisch nachhaltig sein. Niederösterreich werde das Klimabündnis-Ziel, die 50-prozentige Reduktion des CO2-Ausstoßes bis 2010, erreichen. Sobotka: „Die Gemeinden können und müssen hier einen wesentlichen Beitrag leisten. Beispielsweise müssen die Siedlungsentwicklung anders geplant, die Radfahrer als Verkehrsteilnehmer besser geschützt und die Ortszentren wieder mehr belebt werden.“ Im nächsten Jahr werden die Wienerwald-Gemeinden zu Verkehrsspargemeinden erklärt.


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