22.11.2002 | 00:00

Zwischen ÖAMTC und Land NÖ ausverhandelt

Notarzthubschraubereinsätze werden vertraglich geregelt

„Die Rettungsorganisationen sind nicht Subventionsempfänger, sondern Leistungserbringer“, sagte gestern Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi im Christophorus-Flugrettungszentrum des ÖAMTC in Wiener Neustadt. „So wie das Land Niederösterreich beim Notarztwagen mit den beiden Rettungsdiensten Rotes Kreuz und ASBÖ einen Vertrag abgeschlossen hat, beabsichtigt das Land auch einen Vertrag mit dem ÖAMTC für die Notarzthubschrauber in Krems und in Wiener Neustadt abzuschließen“, so Onodi. Der Vertrag sei ausverhandelt, er soll noch in diesem Jahr von der Regierung beschlossen werden und ab 2003 gelten. Im NÖ Landesbudget seien für die Rettungshubschrauber 436.000 Euro eingeplant. Der Notarzthubschrauber in Wien, der auch Teile Niederösterreichs versorgt, sei bereits anderweitig vertraglich geregelt. Onodi: „Mit diesem Vertrag soll auch dem ÖAMTC die Gewissheit gegeben werden, für seine Leistung die finanzielle Sicherheit und die Unterstützung des Landes Niederösterreich im Hintergrund zu wissen.“

Bei den Sekundärtransporten laufen die Gespräche noch, denn derzeit werden im Osten Österreichs bei bis zu 30 Prozent der Flüge die Patienten mittels Notarzthubschrauber von einem Krankenhaus in das andere gebracht. Ein eigener Arbeitskreis, dem auch der NÖGUS angehört, wird sich mit diesen Problemen beschäftigen. Die Verlegungstransporte zwischen den Krankenhäusern werden mit einer zunehmenden Spezialisierung und mit einer Ausweitung der medizinischen Leistungen begründet. Der Einsatz eines Notarzthubschraubers brachte jedoch den Nachteil, dass dieser für den eigentlichen Zweck, den Notfalleinsatz, nicht oder nur mit Verzögerung zur Verfügung stand. Daher wurde vor zweieinhalb Jahren in Wiener Neustadt zusätzlich zum Notarzthubschrauber „Christophorus 3“ ein zweiter, instrumentenflugtauglicher Helikopter als Intensiv-Transport-Hubschrauber stationiert, der optimale Bedingungen für Sekundärverlegungen garantiert und rund um die Uhr angefordert werden kann. Allerdings finanziert der ÖAMTC bei den Verlegungsflügen derzeit rund 50 Prozent der Kosten, da die Sozialversicherungen nur einen Teil der hohen Aufwendungen übernehmen.

Der ÖAMTC betreibt österreichweit von 14 Standorten aus 18 Hubschrauber. Insgesamt waren die Hubschrauber in Österreich im Vorjahr über 300.000 Minuten in der Luft. Durch diese Hilfe aus der Luft werden jährlich Hunderte Menschen gerettet und noch eine weit größere Anzahl vor bleibenden Schäden bewahrt.


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