20.11.2002 | 00:00

Reduktion des Autoverkehrs durch Bewusstseinsbildung?

Kongress „4 Jahre Modellprojekt Verkehrsparen“ in Langenlois

Bis zum Jahr 2020 wird es in Österreich etwa 20 Prozent mehr Autos geben als heute, das entspricht einem Zuwachs von über 100.000 Autos pro Jahr bzw. fast 300 Autos pro Tag. Im niederösterreichischen Landesverkehrskonzept wurde daher bereits vor vier Jahren beschlossen, die Gemeinden verstärkt zur Lösung der Verkehrsprobleme einzubinden und dabei insbesondere auf Bewusstseinsbildung zu setzen. Langenlois wurde dabei als Modellgemeinde für ein vierjähriges Verkehrsparprojekt ausgewählt.

In Langenlois ist es gelungen, Schritt für Schritt mit bewusstseinsbildenden Maßnahmen nach dem Motto „Gute Ideen statt hohe Kosten“ den Anstieg des motorisierten Verkehrs zu reduzieren. Welche Verkehrsparmaßnahmen in Langenlois in den letzten vier Jahren konkret realisiert und welche Wirkungen damit erzielt wurden, ist Inhalt des Kongresses „Vier Jahre Modellprojekt Verkehrsparen Langenlois“ am Donnerstag, 28. November, von 10 bis 16 Uhr in der Gartenbauschule in Langenlois.

Dass Verkehrsparen nicht nur ein technisches bzw. logistisches, sondern auch ein psychologisches Problem ist, wird dabei die Motivforscherin Dr. Helene Karmasin in ihrem Referat „Autos sind auch Erlebnismaschinen“ verdeutlichen: „Autos stellen in unserer Gesellschaft weit mehr dar als technische Objekte, die uns von A nach B bringen. Sie gewinnen für viele Menschen ihren Wert, weil sie vielfältige kommunikative und symbolische Funktionen haben. Wir können mit ihnen ausdrücken, wer wir sind, welche Identität wir verkörpern möchten. Sie bieten Erlebnisse, sie stellen hochrangige Werte in unserer Kultur dar: Mobilität, Individualität, Autonomie“, so Karmasin.

Neben Videovorführungen zum Thema „Das Auto in Medien und Werbung“, der Präsentation des Modellprojekts Langenlois und Ausblicken auf die Zukunft des Verkehrsparens in Niederösterreich wird Dr. Axel Friedrich vom Umweltbundesamt Berlin über Erfahrungen mit Pilotprojekten zum nachhaltigen Verkehr in deutschen Städten berichten. Für die Kongressbesucher besteht ab 16 Uhr die Möglichkeit, mit einem Bus-Shuttledienst nach St. Pölten zur feierlichen Verleihung des Europäischen Klimabündnispreises „Climate Star“ zu kommen.

Nähere Informationen beim Kongressbüro in Langenlois (täglich von 9 bis 12 Uhr), unter der Telefonnummer 02734/21 01 15, Alois Gruber, oder beim Amt der NÖ Landesregierung unter der Telefonnummer 02742/9005-15560, Dipl.Ing. Christoph Westhauser. Der Eintritt ist frei, Anmeldungen sind bis Montag, 25. November, erbeten. Anmeldeformulare erhält man über das Internet unter www.vspar.at.


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