20.11.2002 | 00:00

Wohnbautagung im NÖ Landhaus

Plank: Einsatz von Biomasse verdoppeln

„Unser Ziel ist es, den Einsatz von Biomasse im großvolumigen Wohnbau Jahr für Jahr zu verdoppeln. Es muss aber klar sein, dass die Versorgung mit Biomasse problemlos, wirtschaftlich und mit dem nötigen Komfort erfolgt“, erklärte gestern Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank zum Abschluss einer Wohnbautagung, die unter dem Motto „Bioenergie im Wohnungsbau“ stand und an der rund 100 Interessenten teilnahmen. Veranstalter waren die landwirtschaftliche Innovationsgesellschaft Agrar Plus, das Land Niederösterreich und die Energieverwertungsagentur. Erstmals vorgestellt wurde dabei auch die landesweite NÖ Bioenergiegesellschaft als Ansprechpartner für Wohnbauträger, Architekten, Baumeister etc., die sich als Drehscheibe für Bauträger, Betreiber sowie Land- und Forstwirte versteht.

Das Land Niederösterreich werde diese Entwicklung im Förderbereich massiv unterstützen, da zum einen die Sensibilität für erneuerbare Energie in der Bevölkerung gegeben ist, zum anderen die Technik weiterentwickelt worden ist und sehr hohen Standard erreicht hat. Auch hinsichtlich der Anlieferung von Biomasse sei vieles entwickelt und organisatorische Vorkehrungen getroffen worden. Dazu komme noch, dass der Rohstoff Holz in ausreichender Menge verfügbar und die Energieproduktion auf breiter Basis gewährleistet ist. „Wir haben in Niederösterreich 250 Klimabündnisgemeinden. Heizen mit Biomasse ist ein entscheidender Punkt, im Umweltbereich einen großen Schritt weiter zu kommen. Es gibt durchaus auch noch Ausbaupotenzial bei öffentlichen Gebäuden“, so Plank.

Agrar Plus-Geschäftsführer Josef Streißelberger wies darauf hin, dass mit der neuen Technik der Holzförderung, vor allem durch Holzschnitzel und Pelletsfeuerungen, Holz praktisch in „flüssiger Form“ als Hackschnitzel und Pellets in automatischen Feuerungsanlagen verwendet wird. Mit der revolutionären Entwicklung bei der Technologie der Holzverbrennung und dem Aufkommen von Holz als Hightech-Brennstoff sei es gelungen, Holzheizungen oder Biomassefeuerungen wieder salonfähig zu machen. Voraussetzung für einen verstärkten Einsatz der Biomasse sei die technische Verlässlichkeit, entsprechende Wartung und Service, technische und bauliche Integration, Zuverlässigkeit der Holzfeuerungen sowie laufende Betreuung von Anlagen, die mit dem neuen System „Gemeinsame Energie“ gegeben ist.


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