14.11.2002 | 00:00

Mariazellerbahn wartet mit neuen Überraschungen auf

Zug „Panoramic 760“ verkehrt an jedem Wochenende

Die Niederösterreichische Verkehrsorganisationsgesellschaft m.b.H. (NÖVOG) und die ÖBB stellten gestern am St. Pöltner Hauptbahnhof den neuen Fahrplan der Mariazellerbahn vor, der ab 15. Dezember gilt. Zudem gibt es ein neues Angebot: Der Zug „Panoramic 760“ mit Nostalgiewagen verkehrt im neuen Fahrplan an jedem Samstag, Sonn- und Feiertag ab St. Pölten um 9.17 bzw. 9.25 Uhr und ab Mariazell um 16.32 bzw. 17.06 Uhr. An 13 Sonntagen im Jahr, nämlich während der Adventzeit und in der Sommersaison, wird der „Panoramic 760“ mit der berühmten Dampflok Mh6 bespannt. Auf der Bergstrecke zwischen der Station Laubenbachmühle und dem Bahnhof Mariazell wurde der Fahrplan gänzlich neu gestaltet. Die Bergstreckenzüge werden gegenüber dem jetzigen Fahrplan zwar geringfügig reduziert, im Gegenzug erfolgt aber ein dichteres Fahrprogramm in der jeweiligen Hauptreiserichtung. Daher fahren die Züge in Richtung Mariazell am frühen Vormittag praktisch im Stundentakt, in der Gegenrichtung nach St. Pölten erfolgen die Abfahrten in Mariazell am Nachmittag ebenfalls jede Stunde.

Die Zweiglinie der Mariazellerbahn zwischen Obergrafendorf und Mank, die sogenannte „Krumpe“, wird fahrplanmäßig an die Züge der Hauptstrecke mit kurzen Übergängen angebunden. Während der Hauptverkehrszeit verkehren Direktzüge zwischen St. Pölten und Mank. Die Aufgaben für den mit Fahrplanwechsel eingestellten Abschnitt von Mank nach Ruprechtshofen übernehmen Linienbusse der ÖBB-Kraftfahrlinie 1541.

„Die Zukunft der Mariazellerbahn endet nicht mit dem Fahrplanwechsel – im Gegenteil, sie beginnt“, sagte der Geschäftsführer der NÖVOG, Dipl.Ing. Otfried Knoll. Das würden die zahlreichen Angebote zeigen. Besonders beliebt sei neben dem Touristenverkehr auch das Nahverkehrsangebot um St. Pölten. Allerdings sei die Mariazellerbahn, besonders, was ihre Lokomotiven betreffe, „an der Leistungsgrenze“. Die Zugsgarnituren seien überaltert. Die Fahrzeugindustrie beschränke sich jedoch mittlerweile auf wenige Anbieter. „Wir werden daher noch einige Jahre brauchen, bis wir neue Fahrzeuge anbieten können“, sagte Knoll. In der Zwischenzeit würden andere Fahrzeugtypen eingesetzt, wie eben der „Panoramic 760“. Den Investitionsbedarf, besonders für mehr neue Lokomotiven mit einem schnelleren Spurtvermögen, schätzt man auf 29 Millionen Euro.

Nähere Informationen: NÖVOG, Telefon 02742/360 990, Fax 02742/360 990-20.


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