14.11.2002 | 00:00

Niederösterreich hat Leitfaden für Müll-Altablagerungen

EU fördert Untersuchung über Umweltgefahren

Seit 1998 können Altablagerungen, das sind sogenannte wilde Mülldeponien, mit Hilfe des für Niederösterreich entwickelten „Leitfadens für Verdachtsflächen“ auf ihre Gefährdung für die Umwelt eingeschätzt werden. Kleine Flächen werden mit diesem System allerdings als geringes Gefährdungspotenzial ausgewiesen. In Niederösterreich gibt es rund 2.000 Hausmülldeponien. Um Fehlentscheidungen bei dieser Anweisung zu vermeiden, wurde das LIFE-Projekt „EVAPASSOLD“ (Evaluation and Preliminary Assessment of Old Deposits) ins Leben gerufen, um eine Evaluierung auf breiter Basis durchzuführen. Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka stellte das Projekt gestern vor: „Überprüft wurden acht Standorte, die kleiner als 10.000 Kubikmeter und mindestens zwanzig Jahre alt sind. Außerdem wurden sechs größere Deponien mit einem Volumen zwischen 20.000 und 50.000 Kubikmeter und einem Alter von mindestens 15 Jahren untersucht“, erläuterte Sobotka. Das Ergebnis: Bei den größeren Altdeponien sind weitere Untersuchungen notwendig, um das Gefährdungspotenzial wirklich abzuschätzen. Von den 2.000 Hausmülldeponien fällt ein Großteil in die Kategorie kleiner als 10.000 Kubikmeter. Sobotka: „Durch diese kostengünstige und einfache Untersuchungsmethode kann die Umweltgefahr dieser kleinen Deponien leicht und effizient festgestellt werden.“ Damit ist es möglich, einen Teil dieser kleinen Deponien als nicht umweltgefährdend einzustufen. Finanziert wurde „EVAPASSOLD“ aus Mitteln von LIFE-Umwelt, dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und den Ländern Oberösterreich und Niederösterreich.

Weiters informierte Sobotka über den Fortgang der Hochwasser-Entschädigung: Von den privaten 14.900 Schadensmeldungen seien 14.800 bereits bearbeitet. Die Gemeinden hätten einen Schaden von rund 10 Millionen Euro, der durch den Wasserwirtschaftsfonds abgedeckt sei.


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