13.11.2002 | 00:00

Noch 2 Tage bis zur Eröffnung des NÖ Landesmuseums

Pröll: Identifikation und Versöhnung zwischen Mensch und Natur

Zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung wurde gestern Medienvertretern in St. Pölten das neue NÖ Landesmuseum präsentiert. Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll betonte dabei, die raschere und billigere Ausführung des Landhausviertels habe eine Vorziehung des Landesmuseums um drei Jahre ermöglicht. Das neue NÖ Landesmuseum habe 20 Millionen Euro gekostet, sei aber für Niederösterreich viel mehr wert.

Der einzige Museumsbau von Prof. Hollein in Österreich sei der Schlussstein der zeitgenössischen Architektur- und Kulturmeile im Landhausviertel, so Pröll weiter. Alleine die Architektur des Kulturbezirkes sei es wert herzukommen, zumal sie auch auffordere hineinzugehen. Was hier dargestellt werde, sei unersetzbar: Das Museum sei ein Schaufenster für die Schätze des Landes und verfolge mit dem Auftrag des Sammelns, Bewahrens, Forschens und Präsentierens das Ziel, in Generationen zu denken und zu arbeiten.

Das offene Haus bilde zum einen eine wesentliche Grundlage für Identifikation, indem jeder Besucher in der eindrucksvollen Geschichte des Landes die eigenen Wurzeln spüren könne. Zum zweiten stehe es für die Vielfalt, Kreativität und Offenheit im Land. Zudem sei es eine Mahnung für die Versöhnung zwischen Mensch und Natur, einer großen Aufgabe am Weg in die Zukunft, so der Landeshauptmann.

Prof. Hans Hollein zeigte sich stolz, nach dem ersten Bau im Kulturbezirk (der Shedhalle) auch den Schlussstein gesetzt zu haben. Die Geschichte von 100 Jahren NÖ Landesmuseum habe großen Einfluss auf die Konzeption des neuen Hauses mit seiner Dialektik Kunst – Natur genommen. Auf 3.700 Quadratmetern Ausstellungsfläche stünden nun Natur und Kultur einander gleichberechtigt in Querverbindungen und Vernetzungen gegenüber und trügen zu gegenseitiger „Anlockung“ bei. Das Museum sei für Besucher aller Altersgruppen, Interessenslagen und Bildungshintergründe gedacht, es biete Unterhaltungswert ebenso wie Vertiefung.

Dr. Helmut Pechlaner, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates, sprach von einem Mekka und neuen Wahrzeichen Niederösterreichs. Architekt Hollein habe nicht nur den schönsten Bau im Landhausviertel geschaffen, er habe es auch verstanden, auf die Wünsche der Benützer einzugehen. In diesem Erlebnismuseum für alle Sinne, das sowohl den Exponaten Geborgenheit als auch notwendige Transparenz nach außen biete, würden Kultur und Natur Frieden schließen.

Direktor Mag. Carl Aigner betonte, das Programmprofil seines Hauses – Natur und Kunst in architektonischer Einheit – sei niemals brisanter gewesen als in Zeiten von Gentechnik und Biotechnologie. Das Landesmuseum biete Rundgänge nach kunsthistorischen oder themenorientierten Schwerpunkten und verstehe sich als ein dynamisches Museum des 21. Jahrhunderts. Neben dem großteils virtuellen Teil der Landeskunde würden in einem intensiven Programm immer wieder neue Präsentationen und Sonderausstellungen aus den 30.000 Kunstwerken der Sammlung des Hauses gezeigt.

Für den Hauptsponsor Raiffeisen führte Mag. Erwin Hameseder aus, der mehrjährige Sponsorvertrag mit dem Landesmuseum solle mithelfen, die Sehnsucht des Menschen nach Natur und Kultur erlebbar und leistbar zu machen. Die Raiffeisenbankengruppe Niederösterreich/Wien unterstütze Kunst und Kultur insgesamt alleine bis zum Jahr 2004 mit mehr als einer Million Euro Sponsorgeld.


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