08.11.2002 | 00:00

Heimische Gehölze boomen wie nie zuvor

Plank: NÖ Heckentag einzigartige Naturschutzaktion

Mehr als 5.000 Besucher werden morgen, 9. November, beim NÖ Heckentag erwartet, an dem Tausende heimische Pflanzen in acht verschiedenen Ortschaften Niederösterreichs günstig zum Verkauf angeboten werden. Mehr als 800.000 Pflanzen fanden durch die Heckentage bereits ein neues Zuhause in Niederösterreichs Gärten.

„Diese großartige und für Europa einzigartige Naturschutzaktion bringt die Vielfalt unseres Landes in die Gärten und Gemeinden“, so Landesrat Dipl.Ing. Josef Plank. Der Heckentag 2002 steht im Zeichen des Steinobstes. Damit sollen alte, teilweise vergessene Arten wiederbelebt werden. „Zu den wertvollsten Obstarten, die in unserer Heimat schon seit Jahrtausenden genutzt werden, zählen Pflaumen und Kirschen. Selbst unveredelt geben sie interessante und gut schmeckende Früchte ab“, begründet Plank den heurigen Schwerpunkt.

Organisiert wurde der diesjährige Heckentag vom Verein „Regionale Holzvermehrung“ in enger Kooperation mit der NÖ Naturschutzabteilung. Die Pflanzen stammen nahezu zur Gänze aus alten niederösterreichischen Heckenbeständen. Sie wurden naturschutzfachlich überprüft, händisch geerntet und in NÖ Baumschulen zur Pflanze herangezogen. Diese Vorgangsweise ist einzigartig in Europa. Mehrere Bundesländer meldeten bereits Interesse an Kooperationen an.

Die Vorteile dieser „regionalen Gehölzvermehrung“: Die Pflanzen werden in ihrer Vielfalt an Arten, Unterarten und Ökotypen erhalten, weil sie vom Samen vermehrt werden und nicht mit Stecklingen. Es können keine Pflanzenkrankheiten eingeschleppt werden – ein Aspekt, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. Außerdem kennen die Pflanzen die Wachstumsbedingungen des Landes bereits, weil sie von hier abstammen. Umrahmt wird der Heckentag von Informationsständen, Gewinnspielen und dem Verkauf bäuerlicher Heckenprodukte wie Asperl-Marmeladen, Kriecherlschnäpse oder gedörrte Äpfel. Plank: „Die zahlreichen bäuerlichen Produkte des Heckentages geben auch ein Bild von der vielseitigen Verwendungsmöglichkeit unserer heimischen Hecken.“


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