04.11.2002 | 00:00

Startschuss für die Spange Kittsee

Pröll und Niessl setzten Spatenstich

Startschuss für die Spange Kittsee: Die Landeshauptmänner von Niederösterreich und Burgenland, Dr. Erwin Pröll und Hans Niessl, nahmen am Donnerstag den Spatenstich für die Bauvorbereitungen dieses Großprojekts vor. In Kürze beginnen entlang der geplanten Trasse die archäologischen Grabungen, die rund eineinhalb Jahre dauern werden. Währenddessen wird das Einreichprojekt für die Umweltverträglichkeitsprüfung fertiggestellt, die Umweltverträglichkeitsprüfung selbst wird 2003 durchgeführt. Tatsächlicher Baubeginn wird dann 2004/2005 sein, die Bauzeit wird rund drei Jahre betragen. Die neue vierspurige A 6 Nordost-Autobahn wird von der A 4 Ostautobahn südlich der Anschlussstelle Bruck an der Leitha bis zum Grenzübergang Kittsee führen und 21 Kilometer lang sein, 6 Kilometer davon sind auf niederösterreichischem Gebiet. Die neue Autobahn wird von der bestehenden Ostautobahn abzweigen, die A 4 wird in Tieflage gequert. Die Trasse wird dann in westöstliche Richtung verlaufen. Im Bereich der Gemeindegrenzen Parndorf/Potzneusiedl/Neudorf führt sie in einem großen Bogen in südöstliche Richtung zur Anschlussstelle Potzneusiedl. Zwischen Potzneusiedl und Gattendorf wird die Leitha gequert und somit niederösterreichisches Gebiet erreicht. Die Trasse ist hier so konzipiert, dass allen ökologischen Vorgaben entsprochen werden kann. Ab der Leithaquerung schwenkt dann die A 6 zur bestehenden B 50, wo auch die Anschlussstelle Gattendorf vorgesehen ist. Die Trasse verlässt bei Kilometer 17,3 wieder niederösterreichisches Gebiet. Dann wird die Anschlussstelle Kittsee errichtet. Danach schwenkt die A 6 in die bestehende Umfahrung Kittsee ein. Der Bau der neuen Autobahn ist auf Grund des steigenden Verkehrsaufkommens notwendig. Kosten: 150 Millionen Euro.

Landeshauptmann Pröll meinte, mit dem Spatenstich für die Spange Kittsee gehe eine „unendliche Geschichte“ in die Zielgerade. Der Bau sei ein Beweis dafür, wie man über Länder- und Parteigrenzen hinweg zum Wohl der Bevölkerung arbeite. Die Trassenführung berücksichtige auch Umweltinteressen. Die neue Autobahn sei für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Ostregion notwendig. Landeshauptmann Niessl betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und dem Burgenland gut funktioniere. Das Burgenland werde von der neuen Autobahn profitieren. Die A 4 habe für den Bezirk Neusiedl am See auch einen großen Bevölkerungszuwachs bewirkt.


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