10.10.2002 | 00:00

Absolventen der Polytechnischen Schulen:

Umfrage über Berufsperspektiven

Ende September waren in Niederösterreich 32.905 Menschen ohne Beschäftigung. Das Arbeitsmarktservice verzeichnet auch um 20 Prozent weniger Lehrstellen als im September des Vorjahres. Vor diesem Hintergrund beschäftigten sich gestern Zweiter Landtagspräsident Emil Schabl und der NÖ Jugendsekretär der Gewerkschaft Metall/Textil, Patrik Slacik, mit den Berufsperspektiven von Absolventen Polytechnischer Schulen. Sie präsentierten auch eine Umfrage des IFES zu diesem Thema.

Mit einem Berufsausbildungsfonds könnte ein Lastenausgleich zwischen Betrieben, die Lehrlinge ausbilden, und jenen, die das nicht tun, geschaffen werden, sagte Schabl. Der Fonds würde die Struktur quantitativ und qualitativ entscheidend ändern. Die Mittel, die jetzt freigegeben werden, würden hingegen nur teilweise helfen.

In der Umfrage, die von Slacik interpretiert wurde, sind österreichweit 2.042 Schüler von Polytechnischen Schulen befragt worden. Einige Ergebnisse: Insgesamt ein Fünftel der nunmehrigen Absolventen blickt besorgt in die Zukunft. Befragt, was in einem späteren Beruf besonders wichtig sei, antworteten sie zu 87 Prozent mit „Arbeit, die Spaß macht“. Die überwiegende Mehrheit, nämlich 88 Prozent, hat einen Wunschberuf. Als Unterstützung für die Berufswahl absolvierten 87 Prozent eine Schnupperlehre oder ein Praktikum. Bei 79 Prozent gaben die Eltern oder Verwandte den Ausschlag für die Berufswahl. 69 Prozent der Schüler antworteten, dass Eltern oder Verwandte sie „sehr unterstützt“ hätten. In Niederösterreich haben 75 Prozent der Jugendlichen im Juni 2002 bereits eine geeignete Lehrstelle gefunden. Dafür waren aber durchschnittlich elf Bewerbungen notwendig.


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