10.10.2002 | 00:00

Hospiz-Enquete im Regierungsviertel St.Pölten

Prokop: NÖ fördert Hospizeinrichtungen

Im Sitzungssaal des NÖ Landtages in St.Pölten fand gestern eine Hospiz-Enquete zum Thema „Je knapper die Ressourcen, umso dünner die Luft ...“ statt. Die Veranstaltung wurde vom Landesverband Hospiz NÖ in Zusammenarbeit mit dem Amt der NÖ Landesregierung und der „Plattform Hospiz“ organisiert.

Hospizbetreuung bedeutet eine aktive und umfassende Behandlung, Pflege und Begleitung von Patienten ab jenem Zeitpunkt, da die Krankheit nicht mehr auf kurative Methoden anspricht. Schmerzbehandlung sowie die Linderung psychischer, sozialer und spiritueller Probleme haben dabei besondere Bedeutung.

Bei der Podiumsdiskussion wurden von den Landeshauptmannstellvertreterinnen Liese Prokop und Heidemaria Onodi, Gesundheitsstaatssekretär Dr. Reinhart Waneck und Landesrätin Christa Kranzl medizinische, pflegerische und psychosoziale Aspekte diskutiert. „Die Hospizbetreuung wird immer wichtiger. Wir wollen damit den Menschen ein Sterben in Würde ermöglichen und gleichzeitig den Angehörigen unter die Arme greifen“, erklärte Prokop. Landesweit würden bereits 22 Einrichtungen bei der Betreuung von schwer kranken und sterbenden Menschen mitarbeiten. „Die Betreuung und Begleitung schwer kranker Menschen ist eine Bringschuld der Gesellschaft und eine politische Verpflichtung“, sagte Kranzl. „Verstärkt werden auch ehrenamtliche Mitarbeiter in die Betreuung einbezogen, die aber besonders geschult werden müssen“, erklärte Onodi. Weiters würden auch viele Kranke mit mobilen Teams zu Hause oder in Pflegheimen betreut.


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