07.10.2002 | 00:00

Tierheim in Krems eröffnet

1,9 Millionen Euro Baukosten

Rechtzeitig zum Welttierschutztag wurde am Freitag das neue Tierheim in Krems eröffnet. Nach einer Bauzeit von rund einem Jahr wird das etwa 7.000 Quadratmeter große Areal, wovon 1.200 Quadratmeter verbaut sind, künftig die Tierschutzagenden der Versorgungsregion Waldviertel wahrnehmen. Das Projekt kostete insgesamt 1,9 Millionen Euro. 1,7 Millionen Euro davon zahlte das Land Niederösterreich, 200.000 Euro übernahm der Kremser Tierschutzverein. Die Stadt Krems stellte das Grundstück gratis zur Verfügung.

Allein in Krems werden jährlich 700 Tiere aufgenommen. Sie müssen versorgt und artgerecht untergebracht werden. Für Katzen gibt es im neuen Tierheim beispielsweise mehrere kleine Zimmer, in denen fünf bis sieben Tiere untergebracht sind. Hunde werden in Kleingruppen von drei bis fünf Tieren gehalten. Jedes „Rudel“ bekommt ein eigenes Zimmer mit einem überdachten Auslauf, auch eine kleine Spielwiese gehört dazu. Eine wichtige Initiative des Kremser Tierschutzvereins ist das Spaziergeh-Programm. Das „Leih-Herrl“ oder „Leih-Frauerl“ holt Tiere regelmäßig aus dem Tierheim ab und sorgt dafür, dass die Tiere mit der Außenwelt in Kontakt bleiben.

Niederösterreichs Tierschutzreferentin, Landeshauptmannstellvertreterin Heidemaria Onodi, zeigte sich angesichts der gelungenen Kooperation zwischen Land, Standortgemeinde, Gemeindeverband sowie Tierschutzverein erfreut: „Das Tierheim Krems ist Teil eines neuen flächendeckenden Konzepts für Niederösterreich, welches die Versorgung aller Gebiete – Waldviertel, Weinviertel, Industrieviertel, Mostviertel sowie Wiener Umland – sicherstellen soll. Das hier in Krems zur Anwendung gekommene Modell ist ein Vorzeigeprojekt, das unter Berücksichtigung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt und von namhaften Tierverhaltensforschern für gut befunden wurde. Die Tiere haben genügend Auslauf, und dazu kommt die Wirtschaftlichkeit des Hauses. Mit dem neuen Konzept können wir nicht nur den Beweis erbringen, dass bei uns der Tierschutz groß geschrieben wird, sondern wir haben auch eine Vorreiterrolle in ganz Österreich übernommen.“

Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop, die das Heim eröffnete, meinte, dass dieses nach den neuesten Erkenntnissen der Tierverhaltensforschung errichtet wurde. Sie appellierte an die Anwesenden, Tiere als Partner und nicht als Spielzeug zu behandeln. Sie spielte auch auf die Diskussionen an, den Tierschutz bundesweit zu regeln. Wie immer der Tierschutz geregelt sei, er sei in jedem Fall schwer zu vollziehen. Für die Haustiere sei es wichtig, eine grundsätzliche Versorgung zu haben. Und die sei in Niederösterreich vorhanden. Insgesamt würden 7,27 Millionen Euro in sieben Tierschutzhäuser investiert. Auch einen Teil der Betriebskosten aller Heime übernehme das Land Niederösterreich.


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