27.09.2002 | 00:00

Ozonsaison 2002 zu Ende:

Weniger Ozonspitzen als in den Vorjahren

Das Sommerhalbjahr 2002 geht am 30. September zu Ende, damit endet auch die „offizielle“ Ozonsaison. Der „Ozonsommer“ mit viel Regen und markanten Hochwasserereignissen war vergleichsweise von niedrigen Ozonbelastungen gekennzeichnet. Der Grenzwert der Vorwarnstufe von 0,200 Milligramm Ozon pro Kubikmeter Luft als Dreistundenmittelwert wurde lediglich einmal und an nur einer Station südwestlich von Wien überschritten. Die Überschreitung war mit einer Ozonkonzentration von 0,201 Milligramm denkbar knapp. Damit wurden im heurigen Sommer an keinem einzigen Tag die Kriterien für die Auslösung der Ozonvorwarnstufe erreicht. Im Vorjahr, das ebenfalls durch niedrigere Ozonspitzen geprägt war, wurde dieser Grenzwert an 4 Stationen überschritten.

Der Schwellwert für die Informationsstufe gemäß EU-Richtlinie (0,180 Milligramm), der voraussichtlich im nächsten Jahr auch in Österreich Gültigkeit erlangt, wurde im heurigen Ozonsommer an 3 Tagen und an insgesamt 9 Stationen überschritten, wobei auch hier der Schwerpunkt das Umland von Wien war. Im Vorjahr wurden immerhin an bis zu 6 Tagen und an 21 Stationen Überschreitungen dieses Schwellwertes beobachtet. Im Jahr 2000 trat diese Situation noch öfters auf. Hauptursache für die selteneren Spitzen waren das regnerische Sommerwetter und der lebhafte Wind bei Schönwetterperioden, beides meteorologische Situationen, die der Ozonbildung entgegenwirken.

Obwohl die Grenzwerte der Vorwarnstufe oder der Informationsstufe weniger häufig überschritten wurden als in den Vorjahren, lag der Ozonmittelwert des Sommerhalbjahres knapp über jenen der Vorjahre. Damit scheint sich ein leichter Trend zu etwas geringeren Spitzen bei höheren Ozonmittelwerten fortzusetzen. Dennoch gab es auch hohe Kurzzeitwerte. Ende August wurde beispielsweise im südöstlichen Umland von Wien kurzzeitig ein Halbstundenmittelwert von 0,294 Milligramm erreicht. Wegen des raschen Anstieges und des nachfolgenden raschen Absinkens der Ozonwerte wurde auch hier nicht der Grenzwert der Vorwarnstufe erreicht, der ja ein Dreistundenmittelwert ist.

Im Winterhalbjahr können bei sonnenreichem Wetter zwar noch einige höhere Ozonwerte auftauchen, das Erreichen der Vorwarnstufe und der Informationsstufe ist aber eher unwahrscheinlich. Die Ozonüberwachung läuft jedoch auch während dieses Zeitraumes rund um die Uhr. Schwerpunkte der Luftgüteüberwachung im Winterhalbjahr sind die Beobachtung der Schwefeldioxid- und Stickstoffoxidbelastung.

Aktuelle Ozonwerte und Konzentrationen anderer Schadstoffe sind von der Landes-Homepage www.noe.gv.at/Umwelt/Luft.htm ablesbar. Telefonisch können aktuelle Schadstoffwerte unter 02742/9005-11000 abgefragt werden. Diese Nebenstelle kann auch von jeder Bezirkshauptmannschaft in Niederösterreich erreicht werden. Regionale Schadstoff- und Wetterwerte erhält man übrigens bei Anwahl der Nebenstelle 11100, Wind- und Lufttemperaturwerte bei Anwahl von 11300. Einen Überblick über die Schadstoffsituation der vergangenen Stunden erhält man auch vom NÖ Luftgütetelefon unter 02742/9005-14444. Diese Nebenstelle ist ebenfalls über alle Bezirkshauptmannschaften Niederösterreichs – Vorwahl-9025/14444 – zu erreichen.


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